Wirtschaftsplan offenbart: Treysaer Parkhaus macht weiter Miese

Bei weitem nicht immer voll belegt: Das Parkhaus Treysa schreibt rote Zahlen. Foto:  Quehl

Schwalmstadt. Seit Jahren schreibt das Parkhaus in Treysa rote Zahlen. Das wird sich auch in den kommenden Monaten nicht ändern.

Das geht aus dem Wirtschaftsplan der Parkhaus Treysa GmbH hervor, den Bürgermeister Dr. Gerald Näser am Donnerstagabend den Stadtverordneten in Ziegenhain vorlegte.

Laut des Zahlenwerks wird ein Minus von 29.000 Euro zu erwarten sein. Den Einnahmen von 38.000 Euro stehen Ausgaben von 67.000 Euro gegenüber. „Die schwierige Lage ist bekannt“, sagte Näser.

In der Stadt gebe es viele andere Flächen, auf der die Menschen ihre Autos abstellen könnten. So rechnet die Stadt mit weniger Einnahmen durch den Verkauf von Dauerparkscheinen. „Wir laufen seit langer Zeit den Kosten hinterher.“ Näser hofft, dass sich die Situation verbessert, wenn das Einkaufszentrum Wieragrund zukünftig die Treysaer Innenstadt belebt. Das Stadtparlament wird in seiner kommenden Sitzung über den Wirtschaftsplan abstimmen.

Noch in einem zweiten Tagesordnungspunkt setzten sich die Stadtverordneten mit dem Treysaer Parkhaus auseinander. Die CDU hatte in einem Antrag formuliert, dass das Angebot attraktiver gestaltet werden müsse. Als Vorschlag wurde ein Klebemarkensystem genannt. Die Klebemarken könnten in den Geschäften vor Ort gekauft und dann im Auto angebracht werden.

„Wir müssen die Nutzung so attraktiv und einfach wie möglich gestalten“, sagte Philipp Zmyj-Köbel (CDU). Ziel des Markensystems sei es, in Zukunft die teuren Automaten im Parkhaus abzuschaffen.

Die anderen Fraktionen begrüßten den Vorschlag. „Das unterstützt einen Antrag von SPD und Grünen“, sagte Wolfgang Kirchhoff (SPD). Sie hätten vor Jahren schon einmal einen fast gleichlautenden Vorstoß unternommen. Zudem solle über ein Angebot für Bahnpendler nachgedacht werden, damit diese günstiger im Parkhaus ihr Auto abstellen können, so Kirchhoff.

Eine Neuausrichtung des Parkhauses sei spätestens dann angebracht, wenn das Einkaufszentrum fertig gestellt sei, betonte Dr. Jochen Riege (Bündnis 90/Die Grünen). Denn nur Pendler würden die Parkplätzen nicht auslasten. Er sprach sich dafür aus, dass das Anwohnerparken in Treysa eingeführt wird. Damit solle unterbunden werden, dass die Parkplätze in der Stadt von Pendlern und Einkäufern belegt würden. „Wir müssen das Parkverhalten lenken“, stellte Riege heraus.

Auch Christel Bald von der FWG befürwortet den Antrag. Sie fordert allerdings, dass auch die beiden Geschäftsführer Vorschläge unterbreiten, um die Attraktivität des Treysaer Parkhauses zu steigern. Der CDU-Antrag wird nun vom Magistrat geprüft.

Von Claudia Schittelkopp

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