1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt
  4. Schwalmstadt

Bürgermeisterwahl in Schwalmstadt: HNA Lesertreff in der Kulturhalle in Ziegenhain

Erstellt:

Von: Sylke Grede

Kommentare

Erster HNA-Lesertreff seit Jahren: Rund 250 Menschen verfolgten in der Kulturhalle in Ziegenhain, wie sich die drei Bürgermeisterkandidaten den Fragen von Moderatorin Anne Quehl stellten.
Erster HNA-Lesertreff seit Jahren: Rund 250 Menschen verfolgten in der Kulturhalle in Ziegenhain, wie sich die drei Bürgermeisterkandidaten den Fragen von Moderatorin Anne Quehl stellten. © Sandra Rose

Am Sonntag, 12. Juni, wählen die Schwalmstädter ihren Bürgermeister. Am Dienstagabend stellten sich die drei Bewerber um das Amt beim HNA-Lesertreff in der Ziegenhainer Kulturhalle vor.

Schwalmstadt. 105 Minuten lang präsentierten sich Tobias Kreuter, Stefan Pinhard und Stefan Prinz beim HNA-Lesertreff. Sie bewerben sich als unabhängige Kandidaten für das Amt des Schwalmstädter Bürgermeister. Die rund 250 Anwesenden erlebten mit Amtsinhaber Stefan Pinhard einen Kandidaten, der häufig aus der Defensive argumentieren musste. Sein Herausforderer Stefan Prinz zeigte sich angriffslustig und schleuderte dem Publikum markige Sätze entgegen. Mitbewerber Tobias Kreuter besetzte ähnliche Themen, zeigte sich dabei ruhig und sachlich. Dass HNA-Redakteurin Anne Quehl als Moderatorin offenbar die richtigen Themen auf die Bühne brachte, belegte die konzentrierte Aufmerksamkeit des Publikums, das immer wieder kurz klatschte, Beiträge am Saalmikro gab es aber nur zwei.

Bei der Sache: Kandidat Tobias Kreuter.
Bei der Sache: Kandidat Tobias Kreuter. © Rose, Sandra

Drei wollen Bürgermeister Schwalmstadts werden. Die Motivation ist durchaus unterschiedlich. Tobias Kreuter spricht von Heimat, Herz und Zukunft und einem „sehr persönlich motiviertem Wahlkampf“. Angesichts seines beruflichen Hintergrunds bringe er den richtigen „Instrumentenkoffer“ mit.

Redegewandt: Kandidat Stefan Prinz.
Redegewandt: Kandidat Stefan Prinz. © Rose, Sandra

„Ich bin Stefan Prinz und bin ein Schwälmer“, stellt sich der aus Schrecksbach Stammende vor. Prinz möchte Brückenbauer sein und betonte immer wieder, dass Schwalmstadt seine Chancen verpasse.

Herausgefordert: Kandidat Stefan Pinhard.
Herausgefordert: Kandidat Stefan Pinhard. © Rose, Sandra

Es sei schwer, aus dem Amt heraus einen Wahlkampf zu führen, erklärt Stefan Pinhard. Es habe sich etwas während seiner Amtszeit geändert, unterstreicht er und nennt dazu die Stichworte „Demografie“ und „finanzielle Situation“. Genau zu diesem Punkt entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zwischen den drei Kandidaten – denn wie verhält sich das mit dem  Schuldenstand Schwalmstadts? Pinhard meint, der Schuldenstand sei von 100,5 auf 75 Millionen Euro gesunken. Prinz wie auch Kreuter weisen, daraufhin, dass es in Schwalmstadt in den vergangenen Jahren keine Investitionen wie zum Beispiel in Sanierung von Straßen oder in Feuerwehrhäuser gegeben habe (Prinz). Die Schulden seien zulasten der Infrastruktur gesenkt worden und seien betriebswirtschaftlich teuer erkauft (Kreuter). Für Zündstoff sorgten ebenso die noch fehlenden Flächen für das Gewerbegebiet an der A 49. Pinhard wies den Vorwurf von Prinz von sich, dass es in den vergangenen sechs Jahren gerade mal ein Gespräch mit den Eigentümern gegeben haben soll. Es habe mehr Gespräche gegeben. „Neuental und Stadtallendorf fahren uns sprichwörtlich davon“, rief Prinz. Man müsse sich einigen und Gas geben. Diesen Argumenten schloss sich Kreuter an. Für ein nachhaltiges Gewerbegebiet müsse man die Zeichen nochmal auf Anfang setzten.

Auch interessant

Kommentare