Wellness im Eisenbahnwaggon

Akteure der Trutzhainer Bühne begeisterten mit Komik und Skurrilem

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Gut versorgt Ute Saiz kümmert sich hingebungsvoll um Otmar Heidenreich

Schauspieler probten über Monate ihr Bühnenstück und wurden im Theater mit viel Applaus belohnt. 

Im Dunstkreis magischer Seancen und einer zauberhaften Glaskugel amüsierten sich die Gäste der beiden Vorstellungen der Trutzhainer Theaterbühne am Wochenende. Nach monatelangem Proben nahmen die Schauspieler ihr Publikum mit in die kleine Welt des alten Eisenbahnwaggons, wo zwei skurrile Schwestern mit grünem Hühnermist-Haarwuchsmittel und Haschkeksen ihr Dasein fristeten. 

Ute Salz und Carina Lumbe-Marquardt waren in die Rollen der Schwestern im Hippie-Look geschlüpft und sorgten mit ihren außergewöhnlichen Geschäftspraktiken für so manch Skurrilität im Dorf. Armin Teuchler löste mit seiner Maskerade als erblondeter Postbote schon Jubelschreie im Publikum aus. Auch die Frisur der eifersüchtigen Bürgermeistergattin Grünhilde Gierig, gespielt von Kathrin Altenhof, war gigantisch.

Modische Experimente sogar bei Casanova 

Die gesamte Schauspieltruppe war sich für kein modisches Experiment zu schade und so trug Otmar Heidenreich, der den betagteren Casanova spielte, auch gern mal Glatze, um der ominösen Hühnermist-Tinktur eine Chance zu geben. 

Die Rollen der ernsthaften Gegenspieler verkörperten Friedrich Sperlich als Bürgermeister und Janna Klug als Wellness-Chefin. „Die Rollen sind ihnen wie auf den Leib geschneidert“, lobten die herzlich lachenden Saalgäste.

Auch echt Requisiten waren vor Ort

Bühnendekoration und Accessoires waren bis ins letzte Detail organisiert. Von den Eisenbahnfreunden Treysa hatte die Theatergruppe gar einen echten alten Waggonsessel geliehen. Am Bühnenrand platziert stand der genau richtig, um den Ohnmachtsanfall der lustigen Witwe Gerlinde, gespielt von Cornelia Tietze, aufzufangen. 

Neben den Akteuren auf der Bühne stand ein großes Helferteam in der Maske und bei Ton und Technik parat. Im engen Souffleusenkasten hatte Monika Teuchler Platz genommen und die gesamte Regieleitung lag in den Händen von Andrea Rolke.

Happy-End auf ganzer Linie 

So stand einem ausgelassenen Theatervergnügen nichts im Wege und der Applaus belohnte die Mühen der Gruppe. Die vielen Verwicklungen und Wirrungen lösten sich und so fand der junge Postbote seinen bislang unbekannten Erzeuger, der Casanova fand die Liebe und die beiden Schwestern wurden zu Wellness-Experten. Ein Happy-End auf ganzer Linie.

Von Regina Ziegler-Dörhöfer

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