30 Bieter auf dem Marktplatz in Treysa

Kuriose Inhalte bei Aktion „Kofferzocker“ 

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Gebrauchte Wäsche: Pierre Schuhmacher (links) war mit dem bei Udo Lohr ersteigerten Kofferinhalt nur bedingt zufrieden. 

Treysa. Auch nasskaltes Herbstwetter konnte die Treysaer nicht vom „Kofferzocken“ abhalten. Bereits zum sechsten Mal veranstaltete das Stadtmarketing Schwalmstadt die beliebte Auktion am Vorabend des Michaelismarkts.

Ganz nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“, versammelten sich am frühen Samstagabend viele Menschen vor der Bühne auf dem Treysaer Marktplatz.

Mit klammen Händen wurden die Bieterkarten immer wieder nach oben gestreckt und begeistert um jeden einzelnen Koffer geboten. Nicht nur Kinder packte im Lauf der Auktion das Zockerfieber. Die Hoffnung für wenig Geld einen Hauptgewinn zu ergattern, trieb wohl so manchen Auktionsbesucher um.

Kuriose Inhalte

Über 30 Mutige ließen sich registrieren und versuchten, einen der begehrten Koffer zu ersteigern.

Der Rest schaute zu und amüsierte sich über den oft kuriosen Inhalt der Gepäckstücke. 20 Koffer, Reisetaschen und Rucksäcke hatten die Organisatoren am Frankfurter Flughafen für den guten Zweck im Namen von 27 Kofferpaten aus Schwalmstadts Geschäftswelt erworben. Die Einnahmen aus der Auktion kamen wie schon in den vergangenen Jahren örtlichen Vereinen zugute.

In gewohnt launiger Art und Weise führte Auktionator Udo Lohr durch den Abend. Mit einem lustigen Spruch auf den Lippen animierte er die Aktionsteilnehmer zu immer neuen Höchstgeboten und brachte die Besucher mit seinen humorvollen Kommentaren zum mehr oder weniger wertvollen Inhalt der Gepäckstücke zum Lachen: „Das sind griechische Socken, da sind Löcher drin“, hieß es etwa,

„Das sind griechische Socken, das sind Löcher drin.“

Hatte Glück: Franziska Wagner fand Spielzeug im Rucksack.

Den ersten versiegelten Rucksack des Abends ersteigerte Pierre Schuhmacher für 35 Euro. Die Frage, ob er zufrieden sei, verneinte der junge Mann angesichts gebrauchter Kleidungsstücke schmunzelnd.

Mehr Glück hatte die achtjährige Franziska Wagner. Für 90 Euro ersteigerte sie einen Rucksack mit Spielsachen und war sichtlich zufrieden mit ihrem Erwerb: „Die Babysachen gebe ich meinen Cousin.“

Quasi mit nichts musste Ulrike Knauff-Arendt nach Haus gehen. Die Bieterin mit der Nummer 31 ersteigerte tatsächlich einen leeren Koffer. Die Kofferzockerin nahm es aber mit Humor. „Ich habe den Koffer im Namen meines Stammtisches ersteigert. Wir sind 13 Leute, und jetzt haben wir einen Koffer“, sagte sie augenzwinkernd. Im Laufe des Abends fanden so alle Koffer einen neuen Besitzer. Die Auktionsbesucher auf dem historischen Marktplatz hatten auf alle Fälle ihren Spaß. „Der Inhalt ist ja eigentlich egal, es ist für einen guten Zweck“, brachte eine Bieterin den kurzweiligen Auktionsabend treffend auf den Punkt.

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