FDP-Kreistagsfraktion brachte Mehrheit gegen neue Jagdverordnung hinter sich

Resolutionsantrag: Unterstützung für die Jäger

Nach einem munteren Schlagabtausch über die hessische Jagdverordnung im Kreistag hat die FDP-Fraktion zusammen mit SPD und FWG einen Resolutionsantrag verabschiedet. CDU, Bündnis 90/Die Grünen und die Linke mochten sich nicht anschließen.

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Worum geht es? Wie in der HNA berichtet, protestieren die hessischen Jäger in breiter Front gegen die Änderung der hessischen Jagdverordnung. Ihr Vorwurf: Der Entwurf des Umweltministeriums mit der grünen Ministerin Priska Hinz an der Spitze höhle des Landesjagdgesetz aus, provoziere Wildschäden und sei für bedrohte Arten katastrophal. FDP-Fraktionsvorsitzende Wiebke Reich, die selbst den Jagdschein besitzt, wetterte in ihrer Begründung zum Resolutionsantrag gegen „Schreibtischideologen“, die geplanten Änderungen seien unsinnig und praxisfern. Laut Reich ist das eigentliche Ziel die Abschaffung der Jagd.

Passagen aus den 1930ern

Hermann Häusling (Grüne) verwahrte sich „freche, unsachliche Pauschalisierungen“ und sagte, im Jagdrecht seien noch immer Passagen aus den 1930er Jahren enthalten.

Von einer „reinen Klientel-Politik“ sprach Jochen Böhme-Gingold (Die Linke). Unterstützung für den Antrag signalisierte auch Jürgen Kaufmann (SPD).

In dem mehrheitlich verabschiedeten Text heißt es: Der Kreistag appelliert an die Landesregierung, die bestehende Jagdverordnung unangetastet zu lassen, insbesondere geplante Einschränkungen bei den Bejagungszeiten zu unterlassen.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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