„GrieWerk“ öffnet in der Wagnergasse

Schwalmstadt: Unverpacktladen startet

Die stellvertretende Vorsitzende Sandra Ebener-Riebeling engagiert sich im neuen Unverpacktladen in Treysa.
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Hat die Anbieter ausgesucht und das Sortiment zusammengestellt: Die stellvertretende Vorsitzende Sandra Ebener-Riebeling engagiert sich im neuen Unverpacktladen in Treysa.

Mehl, Zucker, Linsen, Nudeln, Getreide, Brotaufstriche, Wein und Naturkosmetik – das ist längst noch nicht alles, was im neuen Unverpacktladen „GieWerk“ in der Wagnergasse 3 zu kaufen gibt.

Treysa - Die Regale sind schon gut gefüllt, frisches Obst und Gemüse wird vom Einkaufsteam um Sandra Ebener-Riebeling noch erwartet. Die Sachsenhäuserin ist stellvertretende Vorsitzende des Vereins, der den Laden betreibt. Zusammen mit Georg Schlamann, Ideengeber und ebenfalls Vorstandsmitglied, wird die Eröffnung vorbereitet.

20 Mitglieder hat der Verein bislang, 30 sollen es werden. „So viele sollten es werden, damit sich der Laden trägt“, erklärt Schlamann. Alle haben zum Start eine Aufnahmegebühr von 50 Euro eingezahlt. Hierfür erhalten die Mitglieder einen Zugangscode für ihr Kundenkonto, auf dem sie ein Einkaufsguthaben hinterlegen. „Das System hat sich die Vorsitzende Stefanie Berger ausgedacht. So funktioniert der Einkauf bargeldlos. Jedes Mitglied muss die eingekauften Waren ins System eingeben“, erläutert Georg Schlamann. Überlegungen gibt es für Menschen, die den Unverpacktladen erstmal kennenlernen wollen: „Eine Mitgliedschaft über drei Monate ist möglich.“

Produkte von regionalen Erzeugern

Eine echte „Fleißarbeit“ war die Auswahl der Anbieter, berichtet Sandra Ebener-Riebeling. „Es gibt viele, aber nicht alle haben unseren Wünschen entsprochen. Einige verpacken beispielsweise doch noch in Folie. Aber es gibt mittlerweile Anbieter, die mit Alternativen wie etwa kompostierbaren Folien arbeiten“, erklärt die 41-Jährige.

Die Anlieferung erfolge zum Teil auch über Pfandeimer. Zum Sortiment gehören auch Fleisch, Wurst und Gemüse von regionalen Erzeugern, Getreide, Trockenobst, über den Bosshammerschen Hof (Großseelheim) sind Öko-Kisten bestellbar.

„Das Sortiment soll weiter wachsen, Mitglieder können Wünsche äußern“, sagt das Team. Für den Einkauf stehen im Laden eine Getreidemühle und eine Flockenquetsche bereit.

Mitglieder profitieren von Großhandelspreisen

Die Mitglieder füllen ihre Einkäufe in mitgebrachte Behältnisse ab, Weckgläser stehen im Laden bereit, „falls mehr gekauft wird, als geplant“. Aktuell ist beim Abfüllen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auch der Betrieb soll zunächst durch Mitglieder sichergestellt werden, jeder soll sich zweimal zwei Stunden im Monat einbringen. Verstärkung wird noch für die Abholung von Waren gesucht. Wer eine zu reiche Ernte im Garten hat und es nicht selbst verarbeiten kann, kann auch Obst und Gemüse im Laden abgeben.

Preislich profitieren die Mitglieder vielfach von Großhandelspreisen, auf die der Verein maximal zehn bis 15 Prozent aufschlägt. Der Verein verfolge drei Ziele, sagt Schlamann: „Regional, unverpackt und bio.“ Stolz sind die Organisatoren, dass mit dem Hersteller Rapunzel ein Anbieter gefunden wurde, der eigentlich nur reine Bio-Märkte beliefert, sich aber vom Konzept des Vereins überzeugen ließ. „Damit sind wir hier weit und breit die Einzigen, die diese Artikel anbieten“, freut sich Ebener-Riebeling. Georg Schlamann wünscht sich, dass es im Unverpacktladen künftig alles gibt, was man für den täglichen Bedarf braucht. „Denkbar ist eine Ausweitung der Öffnungszeiten und die Anstellung einer zusätzlichen Arbeitskraft.“

Von Sandra Rose

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