Verkehrsberuhigung der Bahnhofstraße soll vom Tisch sein

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Bald soll gebaut werden: Die präsentierten Pläne für die Bahnhofstraße in Treysa sorgen aber bei vielen für Enttäuschung.

Schwalmstadt. Zum Umbau der Bahnhofstraße in Treysa hat sich die SPD-Fraktion zu Wort gemeldet. Wie berichtet, ging es jüngst im Stadtparlament um den Umbau der Straße, der erste Bauabschnitt (Mainzer Gasse bis Post) soll nach Plänen der Verwaltung nach den Sommerferien starten.

Die Präsentation der Gestaltungspläne ohne Fußgängerzone und Einbahnstraßenregelung hatte in den Ausschusssitzungen enttäuscht. Abgestimmt werden soll erst nach einer öffentlichen Präsentation und Anhörung am Mittwoch, 25. März, doch einen damit zusammen hängenden Antrag von Bündnis 90/Die Grünen hat das Stadtparlament mehrheitlich angenommen: Er zielt darauf ab, dass nun die Zwalmstraße anstelle der Bahnhofstraße zur Landesstraße umgewidmet wird, damit es doch zur Verkehrsberuhigung kommen kann.

Der aktuell festgeschriebene Status der Bahnhofstraße als Landesstraße verbietet laut Bürgermeister Dr. Gerald Näser weitergehende Varianten der Verkehrsberuhigung, wobei auch er sich im Parlament nicht froh gezeigt hatte. „Wir sind insgesamt nicht sehr zufrieden mit den Planungen, aber es ist eben kein Wunschkonzert“, hatte Näser gesagt. Bleibt die Bahnhofstraße Landesstraße, behält Hessen Mobil die Federführung. Bürgermeister Näser dazu: „Was die Gestaltung angeht, sind wir nicht Herr im eigenen Haus.“

Die neugebaute Wieragrundstraße darf aus formalen Gründen nicht Landesstraße sein, weil sie mit besonderen Fördermitteln gebaut wurde. Gekostet hat sie nach neuestem Stand 7,3 Mio. Euro, 620 000 Euro müssen nachgeschossen werden (Eigenanteil der Stadt insgesamt 3,4 Mio. Euro). Auch das war in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung Thema gewesen. 21 Stadtverordnete sagten zu den neuen Kosten im Wieragrund ja, die Grünen, zwei Mitglieder der Freien Wähler und Heide Scheuch-Paschkewitz hatten mit nein gestimmt.

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