Fußball-Verbandsliga: Nun nach Weidenhausen

1:2 - Eine gute Halbzeit in Neuhof für 1. FC Schwalmstadt zu wenig

Jan Niklas

Schwalmstadt. Die Enttäuschung wurde nach dem Spiel noch größer. Als nicht nur die eigene 1:2-Niederlage beim SV Neuhof feststand, sondern auch die wahre Dimension der verpassten Chance deutlich wurde.

„Schade, dass wir von Bad Sodens Niederlage in Steinbach nicht profitieren konnten“, ärgerte sich Hans Schweigert, der Trainer des 1. FC Schwalmstadt. Gemeint war der mögliche, aber nicht vollzogene Sprung auf den zweiten Platz der Fußball-Oberliga, der am Ende der Saison zu den Aufstiegsspielen in die Hessenliga berechtigt.

Das Stolpern beim Aufsteiger war verdient - und unglücklich. Verdient, weil der ersatzgeschwächte FCS vor der Pause überhaupt nicht ins Spiel fand. „Wir haben die erste Halbzeit total verschlafen und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen“, erklärte der Schwälmer Coach. Das nutzten die Gastgeber. Der Sportliche Leiter Alexander Bär sprach gar von „der besten Saisonleistung“, die dann auch nach einigen vergebenen Chancen in das 1:0 durch Mario Martínez mündete (39.).

Unglücklich aber auch, weil der Hessenliga-Absteiger in der zweiten Halbzeit mit Steven Preuß in der Spitze endlich die Initiative übernahm und mächtig Druck machte. Der prompte Lohn: das 1:1 durch Ricardo Seck (55.), nachdem Jan Henrik Wolf kurz zuvor die Latte getroffen hatte. Und ausgerechnet als der FCS bei weiteren guten Möglichkeiten (56. Preuß, 62. Wolf) drauf und dran war, die Partie zu kippen, schlug Neuhof bzw. erneut Wintereinkauf Martinez (69.) zurück. Das sollte zum Sieg reichen, den Torwart Albayrak kurz vor Schluss mit einer feinen Parade bei einem weiteren Preuß-Schuss festhielt. • Schwalmstadt: Nikocevic; R. Seck, F. Seck, Lerch, Kutzner – Gerstung - Wolf (80. Donath), Preuß, Hakaj (65. Klaus), Cetinkaya – Lindenthal. SR: Berger (Herleshausen). Tore: 1:0 Mario Martinez (39.), 1:1 Ricardo Seck (55.), 2:1 Mario Martinez (69.).

Mit Brandner zum SVW

Angesichts der Patzer der Verfolger ist plötzlich auch der SV Weidenhausen (drei Siege nach der Winterpause) wieder im Rennen um den Relegationsplatz. Und kann seine Ambitionen im Heimspiel gegen den 1. FC Schwalmstadt (Sa. 15.30 Uhr) untermauern. „Weidenhausen ist zu Hause eine Macht, da müssen wir 90 Minuten Gas geben“, weiß Hans Schweigert, was seine Mannschaft erwartet. Erschwert wird die Aufgabe noch durch den anhaltenden personellen Engpass. Nur Jan Niklas Brandner - allerdings ohne Training - stößt zum Kader. Bei den Gastgebern fällt Tim Gonnermann aus, der Einsatz von Torjäger Sören Gonnermann ist fraglich.

Der ist dank Jan Gerbig (18 Tore) allerdings keineswegs mehr der Alleinunterhalter im SVW-Angriff. Der Ex-Vellmarer, der in seiner zweiten Verbandsliga-Saison als offensiver Mittelfeldspieler den Durchbruch geschafft hat. Und nicht ganz zufällig auch für das Tor seiner Mannschaft beim 1:1 im Hinspiel verantwortlich war. 

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