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Eckhard-Vonholdt-Schule in Treysa feiert 50. Geburtstag

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Aus der ehemaligen Stadtschule ging vor 50 Jahren die Eckhard-Vonholdt-Schule hervor, hier ein Blick auf den vorderen Schulhof und die angrenzende Festhalle.
Aus der ehemaligen Stadtschule ging vor 50 Jahren die Eckhard-Vonholdt-Schule hervor, hier ein Blick auf den vorderen Schulhof und die angrenzende Festhalle. © Celine Kühn, Eckhard-Vonholdt-Schule

In der Eckhard-Vonholdt-Schule (EVS) wird groß gefeiert – die Treysaer Grundschule wird 50 Jahre. Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste erinnern daran in einem Festakt und einem Schulfest unter dem Motto „Einheit und Vielfalt – Lernen und Lachen – Gemeinsam Schule leben“

Treysa. Vor 50 Jahren veränderte sich die komplette Organisation der damaligen „Stadtschule“. Die neue Grundschule in Treysa entwickelte einen eigenständigen Grundschulzweig und bekam 1972 mit Rektor Erich Burbach eine eigene Leitung. Zuvor wurde sie gemeinsam mit der Haupt- und Realschule geleitet. „Der Fokus hat sich damals geändert und man hat festgestellt, dass die Grundschule ihre ganz eigenen und spezifischen Anforderungen hat“, erklärt die heutige Schulleiterin Barbara Kaufmann-Wechsel. Seinerzeit zählte die neue Grundschule 514 Schüler, aufgeteilt in 16 Klassen. Das Kollegium bestand aus 17 Lehrern, eine Nachmittagsbetreuung oder Mensa gab es noch nicht.

Aus Integrationsklasse wurde Inklussionklassen

1975 erweiterte die Grundschule ihr Angebot mit der Einrichtung einer ersten Vorklasse, die sich bis heute bewährt hat. Im Februar 1982 erhielt die Grundschule ihren noch heute bestehenden Titel „Eckhard-Vonholdt-Schule“. Einen ersten Versuch einer sogenannten „Integrationsklasse“ startete die EVS im August 1987. Unter dem Begriff verstand man damals das Integrieren von beeinträchtigten Kindern. „Dieser Begriff hat sich seither stark gewandelt“, erläutert Kaufmann-Wechsel. Mittlerweile heiße es Inklusionsklasse und umfasse neben den beeinträchtigten Kindern auch ausländische Schüler.

Einen Wechsel in der Schulleitung gab es im April 1991, als Elke Kaufmann die Leitung übernahm. Im August 1993 wurden erstmalig zwei Betreuungsgruppen eingerichtet. Sie umfassten damals laut Archiv eine zuverlässige Betreuung der Kinder von 7.15 Uhr bis 13.15 Uhr. In 2001 und 2002 folgte mit der Eröffnung der Schulcafeteria „Café Krümel“ und der Einrichtung eines freiwilligen Ganztagsangebots im Sinne einer pädagogische Mittagsbetreuung noch einmal ein großer Ausbau des Angebotes. Mit der Möglichkeit der Nachmittagsbetreuung, die den Kindern eine Essensmöglichkeit und Arbeitsgruppen (AG) anbietet, ist die EVS damals eine der ersten Schulen im Schwalm-Eder-Kreis.

Kollegium mit 60 Personen

An der Gelände- und Gebäudestruktur hat sich laut Aufzeichnungen nichts verändert, die Räume wurden saniert, der vordere Schulhof um Spiel- und Klettermöglichkeiten erweitert. Einen weiteren Standort der Grundschule bildet seit 2018 die Brüder-Grimm-Schule in Allendorf. Beide Standorte zusammen haben aktuell 434 Schüler, die aus 25 Nationen stammen. Hinzu kommen noch Kinder, die den sogenannten Vorlauf-Kurs besuchen. Mit diesem Angebot können Kindergarten-Kinder zweimal die Woche eine Sprachförderung bekommen. Zum Kollegium gehören 60 Frauen und Männer, davon 40 Lehrer und 20 Mitarbeiter in Betreuung und Verwaltung.

Vielfalt habe es laut Barbara Kaufmann-Wechsel schon immer gegeben, sie sei jedoch in den vergangenen 50 Jahren noch mehr gewachsen. „Auch das Bildungssystem hat in Sachen des sozialen Lernens und der individuellen Bildung an Vielfältigkeit gewonnen“, erklärt sie. Die Schule könne durch das große Kollegium auch eine große Vielfalt in Förderung und Fachlichkeit anbieten. Vor allem gehe es um die Beteiligung aller: „Wir wollen die Kinder mehr einbeziehen und haben deswegen neben den Klassensprechern auch noch einen Klassen- und Schülerrat gebildet.“ Vielfach eingebunden sei auch der Förderverein. Künftig möchte die EVS ihr Ganztagsangebot noch weiter entwickeln. Außerdem sollen die Talente der Kinder erkannt und stärker gefördert werden. Auch die Digitalisierung spielt in der Zukunftsplanung eine wichtige Rolle, ergänzend zum regulären Unterricht. „Das Lernen in Beziehungen ist unverzichtbar und kann nicht digital ersetzt werden“, ist die Schulleiterin überzeugt. (Celine Kühn)

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