Wehr im Dauereinsatz

Vierzehn Einsätze in zwei Wochen für Treysaer Feuerwehr

Im Bild beseitigen mehrere Feuerwehrleute eine Ölspur am ATU-Kreisel in Schwalmstadt.
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Kein Tag ohne Alarm: In der ersten Januarhälfte musste die Feuerwehr Treysa bereits zu 14 Einsätzen ausrücken. Im Bild eine Ölspur am ATU-Kreisel.

In den ersten zwei Januarwochen rückte die Feuerwehr Treysa täglich zu Einsätzen aus. Das sei eine ungewöhnliche Häufung, stellt auch Wehrführer Björn Bachmann fest.

Treysa – Der Januar ist gerade einmal gut zur Hälfte um und die Feuerwehr Treysa hat schon vierzehn Einsätze in ihrer Statistik stehen. Das ist zumindest für den Altkreis Ziegenhain eine durchaus beeindruckende Zahl. Zum Vergleich: Die gesamte Feuerwehr Frielendorf hatte bislang nur drei Einsätze. Bereits in der Silvesternacht mussten Treysas Brandschützer zu einem Feuer ausrücken und waren damit wohl eine der ersten Wehren im Landkreis. Danach piepsten täglich die Pager und Funkmeldeempfänger – teilweise sogar zweimal. Es sei durchaus ein außergewöhnlicher Start in das neue Jahr, sagt Treysas Wehrführer Björn Bachmann gegenüber unserer Zeitung: „Das war schon eine ziemliche Häufung. So etwas kommt doch eher selten vor.“ An eine ähnliche Einsatzserie kann sich der Wehrführer jedenfalls in jüngster Vergangenheit nicht erinnern.

Da die Feuerwehr Treysa jährlich zu relativ vielen Einsätzen ausrückt – 2020 waren es laut Facebook-Seite der Wehr 123 – sind die Brandschützer eine große Einsatzbelastung gewöhnt, die außergewöhnliche Januarserie zehrt aber so langsam doch an der Substanz. Eine Pause wäre dann doch einmal ganz schön, sagt Bachmann mit einem Schmunzeln. Eine Hoffnung die sich wenige Stunden nach dem Gespräch mit unserer Zeitung zerschlagen sollte: Am frühen Donnerstagabend piepsten schon wieder die Alarmmelder – die Einsatzkräfte mussten zu einem Verkehrsunfall ausrücken und ausgelaufene Betriebsstoffe aufnehmen.

Einsätze bei der Treysaer Feuerwehr: Bisher keine schweren Unfälle

Die vierzehn Einsätze spiegeln die gesamte Bandbreite des Alltags einer freiwilligen Feuerwehr wider. Es gab ausgelöste Brandmeldeanlagen, Kleinbrände, Fehlalarme, Tragehilfe für den Rettungsdienst und Ölspuren. Von schweren Unfällen oder Großbränden blieben die Treysaer bislang verschont. Hinter den schnöden Stichworten versteckt sich teilweise stundenlange ehrenamtliche Arbeit. Die Beseitigung der Ölspur am Mittwochabend habe mehr als zwei Stunden in Anspruch genommen, gibt Treysas Wehrführer zu bedenken. Der Schornsteinbrand in Wiera und die anschließenden Nachlöscharbeiten unter Atemschutz seien ebenfalls sehr arbeitsintensiv gewesen, so Bachman weiter. Da ein Großteil der Einsätze in den Abend- und Nachtstunden war, seien die vergangenen Tage für alle schon sehr anstrengend gewesen, sagt der Wehrführer und erinnert daran, dass die meisten Feuerwehrleute tagsüber einer ganz normalen Arbeit nachgehen. (Matthias Haaß)

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