Vorbereitet auf den Winter

Schwälmer Straßenmeisterei lagert 2000 Tonnen Streusalz

Räumfahrzeug von Hessenmobil im Wintereinsatz.
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Räumfahrzeug von Hessenmobil im Wintereinsatz.

Ihre Aufgabe ist das Räumen der Straßen – die Mitarbeiter der Winterdienste von Hessen Mobil sind bereits früh morgens unterwegs, um für fahrbare Bedingungen auf den Straßen zu sorgen.

Schwalmstadt. Damit die Straßenmeisterei nicht vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht wird, beginnen bereits Monate vor dem ersten Schneefall die Vorbereitungen, erklärt Sylvana Mäder, Leiterin der Straßenmeistereien in Borken und Schwalmstadt. Zusammen mit ihren Kollegen in anderen Kommunen ist sie für schnee- und eisfreie Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in ganz Hessen verantwortlich.

„Vor der Saison wird Streusalz bestellt und das Lager für den Winter gefüllt“, erklärt Mäder. „In Schwalmstadt lagern wir rund 2000 Tonnen Salz.“ Das Lager in Borken ist etwas kleiner. Dort werden rund 1600 Tonnen Salz für den Winter gelagert. Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen Winter verbrauchen alle Winterdienste von Hessen Mobil rund 120 000 Tonnen Salz – im harten Winter 2012/2013 waren es sogar mehr als 170 000 Tonnen.

Wetterbericht immer im Blick

Neben Bestellungen werden auch die Fahrzeuge vorbereitet. Die Unimog und Lastwagen sind das gesamte Jahr für Hessen Mobil unterwegs und werden im Winter zusätzlich mit Streugeräten und Schneepflug ausgestattet. Zudem werden Einsatzpläne für die Fahrer erstellt und die zum Einsatz kommenden Fahrzeuge einteilt. „Zu unseren Aufgaben gehört auch die laufende Beobachtung der Wetterlagen und Wettervorhersagen“, sagt Mäder. Je nach aktueller Verkehrssituation werde die Route der Einsatzfahrzeuge angepasst. „Das ist insbesondere bei Vollsperrungen oder Fahrbahneinengungen der Fall.“

Durch die laufende Überwachung der Wetterdaten können die Mitarbeiter schon im Vorfeld reagieren und bei vorhersehbaren Wetterereignissen die Fahrbahn im Vorfeld streuen. „Priorität haben immer verkehrswichtige Strecken“, so Mäder. Die Straßenmeistereien in Hessen können zudem auf rund 80 Glättefrühwahnsysteme zurückgreifen, die im hessischen Straßennetz verteilt sind und permanent Untergrund- und Lufttemperatur sowie Luft- und Fahrbahnfeuchte messen. Damit die Strecken tagsüber befahrbar sind, beginnen die Streudienste bereits nachts mit ihrer Arbeit. Ein durchschnittlicher Streueinsatz dauert rund zwei Stunden. Muss die Straße auch von Schnee befreit werden, dauert der Einsatz rund drei Stunden.

Zum Bezirk der Straßenmeisterei gehören auch die Höhenlagen rund um das Knüllgebirge, den Eisenberg sowie das das Gilserberger Hochland. Mit ihren bis zu knapp 640 Höhenmetern stehen diese besonders im Fokus der Streuarbeiten.

Von Felix Busjäger

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