Walzer und Wiegeschritt in Treysa

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Tanzbegeistert: Tanja und Carsten Behnke, Andrea und Bernd Keidel, Elke Hermann und Volker Rößler (hier fehlt Ehefrau Ilona), Antje und Jürgen Hieber, Verena Merle und Bruno Spiel (von rechts).

Treysa. Der Tanzsportclub Schwalmkreis blickt auf inzwischen 70 Jahre Vereinsgeschichte zurück.

Aus zwei mach eins - auf diese einfache Formel kann man die Entstehungsgeschichte des Tanzsportclubs (TSC) Schwalmkreis bringen. Der Verein feiert in diesem Jahr 70. Geburtstag.

Dirndl-Kränzchen 

1947 gründete sich in Alsfeld der Alsfelder Club zur Pflege geselliger Veranstaltungen - „auf Grundlage guter Umgangsformen“. So geht es aus der Chronik, die Jürgen Moos zusammen gestellt hat, hervor. Man traf sich beispielsweise zum Dirndl-Kränzchen. Zeitgleich trafen sich in Ziegenhain Tanzbegeisterte, die ihr Hobby im Ziegenhainer Hof, in Neustadt und Stadtallendorf pflegten. Geworben wurde für die Tanzrunden im Tennisclub. In den Reihen fanden sich Turnierpaare. Auch die Alsfelder begannen begeistert mit Tanzstunden.

Trainieren die Gruppe: Vorsitzender Armin Hermann mit seiner Frau Elke.

Tanzsport-Spitzenpaare 

1958 luden die Ziegenhainer zum ersten D-Klasse Turnier in die Festhalle. Es folgten große und internationale Turniere in Schwarzenborn und Alsfeld. Spitzenpaare des deutschen Tanzsports kamen in die Schwalm. Ab 1959 trafen sich die Tänzer zum Training im Parkrestaurant Neukirchen - hier gab es perfekten Parkettboden.

Verschmelzung 

1964 verschmolzen beide Vereine zum Tanzsportclub Alsfeld-Ziegenhain mit Sitz in Alsfeld. Bis 69 wuchs der Club auf 49 Aktive. Der frühe Tod eines Trainers war eine Zäsur. Die Alsfelder Tänzer zogen sich zurück. 1973 wurde der Club in TSC Schwalmkreis umbenannt. In den 1980er-Jahren erlebte der Club seine Blütezeit.

Erfolgreiches Paar: Heinz und Hannelore Schmerer gehören zu den erfolgreichsten Turnierpaaren des TSC Schwalmkreis. Das Foto entstand 1984. Heute trainiert das Ehepaar die Hobby- und Breitensportgruppen.

Sieben Turnierpaare starteten bundesweit, darunter Günther und Irmtraud Seibel, Heinz und Hannelore Schmerer, Dagmar Dings und Holger Bagus. Karin und Wolfgang Kretzschmar gelang der Aufstieg in die D-Klasse. Zu den erfolgreichen Paaren gehören auch Jochen und Anni Landgrebe. Sie belegten den zweiten Platz bei hessischen Meisterschaften.

Breitensport 

Trainer Günther Seibel trainierte die Turnierpaare, das Ehepaar Schmerer baute Breitensportgruppen auf. Ursprünglich war der Verein für Erwachsene gedacht. Erst 1998 bildeten sich Kinder- und Jugendgruppen. Nach Standard und Latein setzte sich auch der Diskofox durch. Der Club trägt das Prädikat Schulbetonter Verein.

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