Wandkunstwerk ausgelöscht: Arbeit von Künstler Vincent Burek verschwand bei Fassadensanierung

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Alte Aufnahme: Das abstrakte Burek-Wandbild mit Vierecken und Strahlen begrüßte die Schüler seit rund 60 Jahren.

Schwalmstadt. Voll eingerüstet zeigt sich das Schwalmgymnasium (SG) in Treysa, so richtig auffallen wird eine der äußerlichen Veränderungen wohl erst dann, wenn die Sanierung abgeschlossen ist: Das jahrzehntealte Wandbild an der vorderen Giebelseite ist verschwunden. Immerhin soll ein Foto genutzt werden, um später als Vorlage für eine Erinnerungstafel zu dienen.

Das wird dann eine Erinnerung auch an den Schöpfer des Wandbildes, Vincent Burek, der sich an der Grundschule Ziegenhain, der Kulturhalle, der Landwirtschaftsschule und an weiteren Orten in der Schwalm „verewigte“.

Heutzutage spielen seine Arbeiten bei Liebhabern ein Rolle, Originale in Öl werden mitunter teuer gehandelt.

Kunstkenner Johannes Prinz (72) spricht von einem „unwiederbringlichen Verlust“, man hätte das Wandbild vor der Fassadensanierung fachgerecht dokumentieren müssen, um es später wieder anbringen zu können. Burek habe zu der Generation gezählt, die nach dem Krieg das Schwälmer Kunstgeschehen wieder in Gang brachte, „ein bedeutender, hochinteressanter Mann, ein Künstler“. Er gehörte zur „Gruppe Kassel“ und zum Kasseler Kunstverein, hob die Gruppe „Neue Schwalm“ aus der Taufe und war Gründer und Leiter des Kunstkabinetts im Museum.

„Es ist sehr schade, dass das Wandbild so sang- und klanglos verschwunden ist“, findet etwa der langjährige Kunstlehrer des SG, Klaus Hottmann, eine Dokumentation hätte sich gehört. Schulleiter Frank Siesenop hätte einen Erhalt begrüßt, kann die bautechnischen Erfordernisse aber nachvollziehen, zumal man Umweltschule sei. „Für uns eröffnet sich nun zumindest die Möglichkeit, den Giebel mit dem aktuellen Schulnamen und Schullogo versehen zu lassen.“

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