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Preiserhöhung: Wasser wird in Schwalmstadt deutlich teurer

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Das Foto zeigt eine Wasseruhr.
Jeder Liter kostet: Per Wasseruhr (Foto) wird der Verbrauch jedes Haushalts bemessen. In Schwalmstadt steigt der Frischwasserpreis auf 2,98 pro 1000 Liter. © Jens Büttner/dpa

In seiner ersten Stadtparlamentssitzung als Bürgermeister hatte Tobias Kreuter am Donnerstag eine schlechte und eine gute Nachricht für alle Verbraucher.

Schwalmstadt – Bürgermeister Tobias Kreuter kündigte an, dass aufgrund der Kostenentwicklung der Preis für Frischwasser deutlich steigen müsse. Die gute Nachricht: Der Preis für Abwasser bleibt konstant, weil zuerst Überschüsse zum Kostenausgleich verwendet werden können.

Der Preis pro Kubikmeter Wasser aus dem Hahn beträgt ab 1. Januar 2,98 Euro, bisher kostet er 2,12 Euro. Gegen diese Verteuerung sprachen sich die CDU-Fraktion und die Linkenvertreterin Scheuch-Paschkewitz aus. Die große Mehrheit aber stimmte zu, notgedrungen, wie Sprecher ausführten. Ein Aufschub dieses Schrittes würde zur Folge haben, dass der Kubikmeterpreis 2024 noch viel drastischer ausfalle.

Beratungsbüro empfiehlt Preiserhöhung

Ein Kommunalberatungsbüro hatte eine Kalkulation aufgestellt. Darin steht, dass Gebührenreserven aus früheren Jahren nicht nur aufgebraucht sind, sondern sogar ein Loch von über 320 000 Euro entstanden ist.

Die Fachleute warnten davor, es größer werden zu lassen, zumal im kommenden Jahr mit höheren Kosten als in der Vergangenheit zu rechnen sei, und zwar weil Personal, Energie und Material teurer geworden sind.

Kritik von der CDU und der Linken

Für die CDU hatte Andreas Göbel ausgeführt, dass die Steigerung „sozial auf keinen Fall vertretbar sei“. Heidemarie Scheuch-Paschkewitz bezweifelte die Aussage von Bürgermeister Kreuter, dass ein Fünf-Personen-Haushalt durchschnittlich eine jährliche Mehrbelastung um 24 Euro zu tragen habe, vielmehr handele es sich vermutlich um einen Wert um 20 Euro pro Monat.

Die sogenannte Kanalgebühr, also die Kosten pro Kubikmeter Schmutzwasser, bleibt bei 3,67 Euro. Zwar betreffen die allgemeinen Preissteigerungen auch diesen Bereich, sodass im Prinzip eine Anhebung um 44 Cent erforderlich wäre. Der Magistrat kam aber zu dem Schluss, dass zuerst aufgelaufene Überschüsse abgebaut werden können.

Keine Bundesförderung für das Schwalmstadion

Eine weitere negative Nachricht betrifft das Schwalmstadion in Treysa: Die beantragte Förderung für ein neues Funktionsgebäude wurde im aktuellen Bundesprogramm nicht aufgenommen.

Bürgermeister Tobias Kreuter teilte weiter mit, dass der Bundestagsabgeordnete Edgar Franke auf die nächste Auflage des Förderprogramms verwiesen habe, er werde sich einsetzen. Die Mängel des Bestandsgebäudes von 1967 sind gravierend, es soll komplett ersetzt werden, Kostenschätzung: 2,2 Millionen Euro. (Anne Quehl)

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