Bauarbeiter und Feuerwehren im Einsatz

Wasserrohrbrüche in Schwalmstadt nach Frostperiode

Am Mittwoch waren mehrere Arbeiter im Walkmühlenzentrum damit beschäftigt, die Folgen eines Wasserrohrbruchs zu beseitigen. Im Hintergrund ist ein Bagger und ein Lastwagen zu sehen.
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Nacharbeiten im Walkmühlenzentrum dauerten am Mittwoch an: Mit den Folgen des Wasserrohrbruchs waren am Mittwoch von links Michael Ochs, Marc Dünnebier und Marcel Hendrich beschäftigt.

Nach der Kälte kam der Wasserrohrbruch: Im Walkmühlenzentrum in Treysa dauerten die Arbeiten an den Wasserleitungen mehrere Tage an. Bisher verzeichnete das Wasserwerk mindestens fünf Wasserrohrbrüche.

Schwalmstadt – Nach einem schweren Wasserrohrbruch im Walkmühlenzentrum Treysa (HNA berichtete) dauerten die Nacharbeiten am Mittwoch weiter an: Wie Schwalmstadts Wassermeister Manfred Becker berichtet, war es am Dienstag in der Deichmann-Filiale zum Ausströmen größerer Wassermengen gekommen – der Bruch gehe auf fehlende Isolation zurück. Bereits in Vorjahren sei es immer wieder zu Frostschäden in dem Bereich gekommen. Auch das HNA-Haus war betroffen, Schieber und Hausabsteller in Mitleidenschaft gezogen.

Aktuell verzeichnet das Wasserwerk fünf Wasserrohrbrüche, zwei werden laut Becker noch gesucht. „Es gab aber schon Jahre, da haben wir innerhalb von zwei Wochen 100 Wasseruhren wechseln müssen“, erklärt der Wassermeister. In diesem Jahr liegt die Zahl bei bisher 35. Techniker der Firma Gringel (Schwalmstadt) machten sich am Mittwoch am Walkmühlenzentrum daran, an Schieber und Hausabsteller zu gelangen. Laut Mitarbeiter Marcel Hendrich lag die Technik ungewöhnlich tief. „Normalerweise liegt das Ganze bei etwa 1,40 Metern, wir haben jetzt bereits zwei Meter tief ausbaggern müssen.“ In der Deichmann-Filiale waren gestern keine Arbeiten zu beobachten.

Wasserrohrbrüche in Schwalmstadt: Wasser wird mit speziellen Saugern entfernt

Die frostbedingten Wasserrohrbrüche beschäftigten auch die Feuerwehren. Beim Wasserrohrbruch im Walkmühlenzentrum war die Wehr aus Treysa mit 17 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort. Wie Wehrführer Björn Bachmann im Gespräch mit unserer Zeitung sagte, habe man das aus der Leitung ausgelaufene Wasser mit speziellen Nass- oder Wassersaugern aus dem Gebäude entfernt. Vom Prinzip her einem Staubsauger nicht unähnlich, kann die Feuerwehr mit dem Wassersauger Flüssigkeiten aufnehmen, sodass am Ende nur noch ganz geringe Wasserreste am Boden verbleiben. Wenn der Sammelbehälter nicht ausreicht, fördert eine im Gerät eingebaute Tauchpumpe das Wasser über einen Feuerwehrschlauch direkt ins Freie. Mit der Technik können mehrere tausend Liter in der Stunde gepumpt werden. Je nach Ausführung ist es auch möglich, verschlammtes oder verschmutztes Wasser zu beseitigen. Für die Feuerwehr Treysa war der Einsatz am Dienstag der zweite in Folge.

Schon am Montag waren die Brandschützer gemeinsam mit Mitarbeitern des städtischen Wasserwerks zu einem Rohrbruch gerufen worden. Auch in Neukirchen und dem Schrecksbacher Ortsteil Holzburg forderten Wasserrohrbrüche die Wehren. Am frühen Dienstagnachmittag wurde die Feuerwehr Schrecksbach gegen 14 Uhr mit dem Stichwort H1 – Kleine technische Hilfeleistung – zu einem Rohrbruch nach Holzburg alarmiert. Einsatzort war ein Nebengebäude des Schwälmer Dorfmuseums. Sowohl im Erdgeschoss wie auch im Obergeschoss habe Wasser gestanden, berichtete Feuerwehrsprecher Benjamin Roßkopf: „Im Obergeschoss waren zwei Räume betroffen. Wo das Wasser herkam, konnte nicht geklärt werden. Im Untergeschoss tropfte das Wasser von der Decke herab.“ Die Feuerwehren der Gemeinde Schrecksbach setzte Besen, Eimer, Lappen und einen Nasssauger ein um das Wasser zu entfernen. Danach sei die Einsatzstelle an die Besitzer übergeben worden, so Rosskopf. In der Knüllstadt Neukirchen musste die Feuerwehr bereits am Montag die Folgen eines Wasserrohrbruchs beseitigen. (Matthias Haaß, Sandra Rose)

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