16 Meter hoher Baum wurde nach Treysa gebracht

Für den Weihnachtsmarkt: Baum zieht um

Treysa. Ganz schön groß ist der Tannenbaum geworden, den Cornelia Riebeling vor 23 Jahren in ihrem Garten gepflanzt hat. Damals war der Setzling gerade mal 20 Zentimeter hoch. Heute reckt sich der stattliche Baum ganze 16 Meter in die Luft.

Für den Garten von Cornelia Riebeling ist das zu viel. „Der Baum könnte bei Sturm umkippen, daher muss er jetzt gefällt werden“, erklärt sie. Als Brennholz soll ihr Baum aber nicht enden, sondern als Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz in Treysa erstrahlen.

„Er ist einfach zu schön, um ihn zu zerstückeln, so kann er nochmal mit Licht und Schmuck dastehen“, sagt Cornelia Riebeling. Schon heute soll der Baum an seinem Platz aufgestellt und dann geschmückt werden. „Die Kerzen sollen ja auch am Ersten Advent leuchten“, erklärt Edgar Steuernagel, Leiter des Bauhofs Schwalmstadt.

Er hängt am Haken

Damit der Baum unbeschadet vom Grundstück von Cornelia Riebeling in Niedergrenzbach nach Treysa kommen konnte, mussten zahlreiche Helfer Hand anlegen. Zunächst musste der untere Teil der Baum von Ästen befreit und der Stamm auf das richtige Maß zurechtgesägt werden.

Dann war schweres Gerät nötig: Mit einem Kran wurde der Baum festgehalten, während die Kettensäge Zentimeter für Zentimeter den Stamm durchtrennte. Damit nichts schief gehen konnte, hatten die Helfer gleich mehrfach überprüft, dass die Gurte, an denen der Haken des Krans befestigt war, auch richtig hielten. Die Zugkraft des Krans musste dabei ganze 400 Kilogramm betragen, damit der Baum nicht umfallen und umstehende Häuser beschädigen konnte.

Sobald der Baum am Haken hing, war Fingerspitzengefühl gefragt. Über die Gärten der Nachbarn hinweg musste der riesige Baum zielsicher auf einen Anhänger geleitet werden. Per Fernsteuerung bediente der Kranführer den langen Arm des Krans. Mit einem geübten Auge gelang das Manöver problemlos. An der Straße wurde der zukünftige Weihnachtsbaum dann gut auf einem Anhänger des Bauhofs befestigt, damit während des Transportes nichts schiefgehen konnte. Mit vereinten Kräften war der Baum nach gut einer Stunde startklar, auch wenn Cornelia Riebeling ihn nur ungern hergibt. „Wenn es bei Sturm keine Gefahr gäbe, würde ich den Baum behalten“, sagt sie.

Bereits neues Gewächs

Ein Trost ist aber, dass sich nun in der Weihnachtszeit viele Menschen an der Tanne erfreuen können. Die Kosten für das Fällen und den Transport von 300 Euro trägt Cornelia Riebeling mit ihrem Unternehmen Taxi Riebeling.

Auf einen Baum in ihrem Garten muss die Niedergrenzbacherin aber nicht verzichten. „Ich habe in meinem Vorgarten einen kleinen Lebensbaum gepflanzt“, sagt sie. Der ist mit seinen 40 Zentimetern schon jetzt doppelt so hoch, wie die kleine Tanne damals.

Rubriklistenbild: © Foto: Brück

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