Absenkungen in der Bundesstraße

Wellen besonders gefährlich für Lkw

Ausgebremst: Wegen tiefen Bodenwellen wurde auf dem Teilstück der B 254 bei Trutzhain die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer begrenzt.
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Ausgebremst: Wegen tiefen Bodenwellen wurde auf dem Teilstück der B 254 bei Trutzhain die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer begrenzt.

Die Absenkungen der Bundesstraße 252 im Bereich Trutzhain sind mehr als ein Ärgernis. Damit die Bodenwellen – Hessen Mobil spricht von Verdrückungen – nicht zur Gefahr werden, gilt auf diesem Straßenabschnitt seit einiger Zeit eine Geschwindigkeitsbeschränkung.

Trutzhain – Zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden darf Tempo 50 nicht überschritten werden. Zusätzlich wird mit dem Verkehrszeichen „unebene Fahrbahn“ auf die Straßenschäden aufmerksam gemacht.

Bodenwellen die beim Autofahren vielleicht nur für ein flaues Gefühl in der Magengegend sorgen, können für Lkw-Fahrer das Unfallrisiko erheblich erhöhen. Die Laster und Sattelzüge schaukeln sich selbst bei Beachtung der vorgegebenen Geschwindigkeit gefährlich auf.

Man sei sich des Problems bewusst, erklärt Marco Lingemann, von Hessen Mobil auf Anfrage unserer Zeitung. Das Teilstück der B254 am Ortsrand von Trutzhain weise mehrere sogenannte Verdrückungen auf, erklärt Lingemann: „Die Straße ist in den 70er Jahren ein Stück vom Ort weg verlegt worden. Hierfür wurde eine neue Trasse angelegt. Davor führte die Bundesstraße über die heutige Abbé-Pierre-Dentin-Allee.“ Der Untergrund der Bundesstraße konnte den Belastungen durch den Verkehr offenbar nicht standhalten.

Marco Lingemann von Hessen Mobil

Sanierung so schnell wie möglich

In den vergangenen Jahren habe man versucht, die Schäden durch Erneuerung der Asphaltschichten und punktuelle Verfestigung des Fahrbahnunterbaus zu beheben, erklärt Marco Lingemann: „Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Reparaturen nicht nachhaltig genug waren und sich erneut Verdrückungen gebildet haben.“

Vermutlich sei die Ursache in hydrologisch bedingten Bewegungen tieferliegender Bodenschichten zu finden, so Lingemann weiter: „Nun werden Geotechniker den Untergrund der Fahrbahn intensiv begutachten. Dabei werden Sondierungen der tieferliegenden Bodenschichten vorgenommen.“

Auf Basis der Ergebnisse wird seitens Hessen Mobil ein Sanierungskonzept erstellt. Die Sanierung solle so schnell wie möglich erfolgen, verspricht Marco Lingemann: „Wann damit begonnen werden kann, ist abhängig vom Umfang der notwendigen Vorplanungen und der Komplexität der Baumaßnahme.“

Einfach wird es nicht

Einfach wird es jedenfalls nicht. Hessen Mobil geht davon aus, dass der Boden unter der Fahrbahn bis in größere Tiefe verfestigt werden muss.

Vor einigen Jahren gab es auf der B254 bei Gebersdorf ein ähnliches Problem, auch dort gab es Bodenwellen in der Fahrbahn. Ursache und Baumaßnahme bei Gebersdorf und Trutzhain seien aber nicht miteinander vergleichbar, erklärt Marco Lingemann: „Zur Sanierung der B254 bei Gebersdorf wurde ein Bodenaustausch auf eine Tiefe von etwa 1,20 Meter vorgenommen.“ Auf der Bundesstraße bei Trutzhain sei die Ursache für die Fahrbahnverdrückungen vermutlich in wesentlich tieferen Bodenschichten zu finden. (Matthias Haass)

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