Besuchsverbot in Kliniken

Schwalm-Eder: Werdende Väter haben weiterhin Zutritt

Ab sofort gibt es aufgrund der hohen Infektionszahlen für Kliniken im Kreis ein Besuchsverbot, wie hier in der Asklepios Klinik in Schwalmstadt.
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Ab sofort gibt es aufgrund der hohen Infektionszahlen für Kliniken im Kreis ein Besuchsverbot, wie hier in der Asklepios Klinik in Schwalmstadt.

Ab sofort gibt es aufgrund der hohen Infektionszahlen für Kliniken im Kreis ein Besuchsverbot. Ein Überblick.

Schwalm-Eder. Die Corona-Infektionszahlen schießen bundesweit in die Höhe. Unter anderem mahnen auch Ärzte der Kliniken im Landkreis zu großer Vorsicht und haben Sorge ob der Lage auf den Intensivstationen. Um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, verschärfen auch die Krankenhäuser im Schwalm-Eder-Kreis ihre Regeln. Besuche sind teilweise nur noch in Einzelfällen möglich.

Asklepios Kliniken

Die Asklepios Schwalm-Eder Kliniken verhängen ab sofort ein Besuchsverbot für Angehörige. Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch bittet in einer Pressemitteilung um Verständnis für diese wichtige Schutz- und Sicherheitsmaßnahme – alle Gesundheitseinrichtungen müssten dazu beitragen, das aktuelle Infektionsgeschehen einzudämmen.

Medizinisch begründete Ausnahmen sind aktiv mit dem behandelnden Arzt vor dem geplanten Besuch abzusprechen, heißt es weiter. Sie gelten für Besucher von Palliativpatienten (sowie den geistlichen Beistand), Babys auf der Neugeborenenstation, eine Begleitperson von Minderjährigen sowie für benötigte Übersetzer.

Eine Besonderheit gibt es für die Geburtsstation: Werdende Väter haben Besuchsrecht und dürfen bei der Geburt ihres Kindes anwesend sein. Sie müssen aber mindestens ein Mal geimpft sein und haben nur Zutritt im Kreißsaal und auf der Geburtsstation, wenn sie durchgängig eine FFP2-Maske tragen. Zudem müssen sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Ist es vor der Geburt zeitlich nicht mehr möglich, ein Testzentrum aufzusuchen, so muss vor Betreten der Klinik unter Aufsicht ein selbst mitgebrachter Antigentest gemacht werden.

Hephata

Auch der Hephata-Klinikleiter Alexander Stein erklärt, dass man zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter dazu gezwungen sei, ein Besuchsverbot auszusprechen. Nur in medizinisch begründeten Ausnahmefällen blieben Besuche nach Absprache mit den behandelnden Ärzten weiterhin möglich. Die medizinische Versorgung bleibe aber uneingeschränkt gegeben – sowohl in der Schlaganfall-Akutbehandlung als auch bei Diagnose und Therapie aller weiteren neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, erklärt Stein.

Hardtwaldklinik I

In der Hardtwaldklinik I sind derzeit noch Besuche möglich. Das teilt Anna Marit Gary, Kommunikationsreferentin der Wicker-Gruppe mit. Unabhängig vom Impfstatus dürfen Besucher allerdings nur mit einem aktuellen negativen Corona-Test die Klinik betreten.

Fritzlarer Hospital

Im Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist gilt seit Mitte der vergangenen Woche: Besuche sind nur noch unter 2G+-Bedingungen möglich. Angehörige von Patienten dürfen das Gebäude demnach nur noch betreten, wenn sie vollständig geimpft (plus 14 Tage) oder weniger als sechs Monate genesen sind. (sro/ciz/neu)

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