Wildschweine verwüsteten Waldfriedhof bei Trutzhain

+

Ihren Augen wollte Kornelia Montanus aus dem Steinatal nicht trauen, als sie kürzlich mit ihren Hunden am Trutzhainer Waldfriedhof vorbeiging.

„Was Wildschweine für Schäden anrichten können, ist hier auf dem Interniertenfriedhof, den man fast nicht mehr erkennen kann, zu sehen“, schreibt sie uns.

Gedenkstättenleiterin Karin Brandes zeigte sich entsetzt angesichts der Schäden. Noch nie hätten Wildschweine am Waldfriedhof so große Schäden angerichtet.

Der Waldfriedhof steht für die systematische Ungleichbehandlung der Kriegsgefangenen im Stalag IXA: Der heutige Gemeindefriedhof von Trutzhain war Bestattungsort für die polnischen und westalliierten Kriegsgefangenen. Auf dem zweiten, weit abgelegen im Wald, vergrub man die Todesopfer der von den Nazis als „Untermenschen“ entwürdigten sowjetischen und serbischen Kriegsgefangenen sowie die toten italienischen Militärinternierten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.