Land schafft Container an

Flüchtlingscamp Stadtallendorf wird für den Winter vorbereitet

Stadtallendorf. Das Flüchtlings-Camp in Stadtallendorf soll Schritt für Schritt an das Land Hessen übergeben werden. Bis dahin muss der Kreis Marburg-Biedenkopf die Versorgung der 675 Flüchtlinge weiter sicherstellen.

Seit mehr als einer Woche kümmern sich bereits Helfer des Kreises um die Menschen in dem Zeltlager. Gemeinsam mit der Stadt Stadtallendorf organisiere und koordiniere die Kreisverwaltung eine Vielzahl von logistischen Aufgaben und besorge zum Beispiel Waschmaschinen und Trockner für die Flüchtlinge.

Unter der Woche waren Betreuungseinheiten des Katastrophenschutzes aus dem Vogelsbergkreis und dem Kreis Waldeck-Frankenberg in Stadtallendorf im Einsatz. Sie hatten die rund 600 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf abgelöst, die das Camp am vergangenen Wochenende aufgebaut, eingerichtet und einen Notbetrieb organisiert hatten.

Keine Dauerlösung

„Der komplette Betrieb des Camps wurde zunächst von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Katastrophenschutzes sichergestellt“, schilderte Landrätin Kirsten Fründt.

Dies könne aber keine Dauerlösung sein. Deshalb hatte der Kreis beim Land und beim Regierungspräsidium immer wieder darauf gedrungen, nun schnellstmöglich eine Übernahme des Camps durch hauptamtliche Mitarbeiter herbeizuführen. Gleichwohl werden an diesem Wochenende nochmals ehrenamtliche Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf vor Ort sein, damit den Bewohnern im Camp auch am Wochenende Hilfe und Betreuung zur Verfügung steht.

Hallen ungeeignet 

Offen ist weiter, wo die Flüchtlinge mittelfristig untergebracht werden sollen. „Die Unterbringung von mehr als 650 Menschen in Zelten darf, auch angesichts des Wetters, keine Dauerlösung sein.

Die zunächst vom Land geplante Nutzung von Hallen auf dem Gelände des ehemaligen Mobilmachungs-Stützpunktes der Bundeswehr ist aus unserer Sicht keine Option“, stellte die Landrätin fest. Fachleute des Kreises hätten sich diese Hallen angeschaut und seien zu dem Schluss gekommen, dass sie für die Unterbringung von Menschen völlig ungeeignet seien. Hier müsse das Land jetzt schnell eine Alternative aufzeigen, zum Beispiel in Form von festen Wohn-Containern.

Eine solche Lösung soll jetzt, vorbehaltlich einer letzten technischen Prüfung durch das Land in Angriff genommen werden. Bei einem Vor-Ort-Termin am Freitagnachmittag hat das Regierungspräsidium dem Kreis bestätigt, dass nun Wohncontainer beschafft und aufgestellt werden sollen.

Spenden und ehrenamtliche Unterstützungsangebote organisiert und koordiniert die Stadt Stadtallendorf. Ansprechpartner dort ist Markus Hader. Er ist telefonisch unter der Nummer 0 64 28/70 73 30 erreichbar.

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