Welle der Hilfsbereitschaft

Wohnhausbrand in Rörshain zerstörte Haus der Georges

Feierten erst kürzlich Diamantene Hochzeit: Kurt und Gertrud George.
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Feierten erst kürzlich Diamantene Hochzeit: Kurt und Gertrud George.

Am 31. August zerstörte ein Feuer binnen Minuten das einst selbst erbaute Haus von Kurt George und seiner Frau. Das Paar konnte sich selbst retten, der Brand entstand durch einen technischen Defekt.

Rörshain – Für Kurt (85) und seine Frau Gertrud (82) ein Schock. Seit dem Brand hat das Paar aber große Anteilnahme und vor allem viel Hilfsbereitschaft erlebt. Auch Tochter Birgit Müller ist überwältigt. „Bereits am Brandtag kamen die Eltern bei den Nachbarn unter, bevor sie vorsorglich in die Klinik gebracht wurden. Alle haben Kleidung zusammen gesucht, damit die Eltern etwas haben“, erzählt die Todenhäuserin. Rausgeholt werden konnte aus dem Haus nichts mehr.

Mittlerweile sind Georges wieder in Rörshain. Zunächst hatten Verwandte – Traudel und Horst Niemeyer – ihr Zuhause angeboten, langfristig wird das Paar aber bei Patenkind Thomas George und dessen Frau Christina wohnen. Gerade wird die untere Etage ihres Hauses für die Senioren hergerichtet.

Feuer zerstörte alles: Erfolgreiche Spendenaktion

„Meine Eltern sind sehr dankbar – auch den Feuerwehren, den Nachbarn, Rettungssanitätern, der Klinik, der Polizei, Pfarrer Gerrit Auel und allen Ersthelfern“, erzählt Müller. Andrea Vogel aus Rörshain organisierte eine Spendenaktion, bei der mehr als 10.000 Euro zusammen gekommen sind. „Es haben viele Rörshainer gespendet, aber tatsächlich auch völlig fremde Menschen“, berichtet die Tochter.

Feuer zerstörte alles: Haus unbewohnbar

Das Haus wird nach ersten Einschätzungen für die kommenden zwei Jahre nicht bewohnbar sein. Es müsse bis zur Kellerdecke abgetragen werden, erklärt Müller. Und aktuell hätten Baufirmen so viel zu tun, dass mit einem schnellen Wiederaufbau wohl nicht zu rechnen sei.

Völlig zerstört wurde Ende August bei einem Feuer in Rörshain das Wohnhaus der Familie George.

Besonders Mutter Gertrud sitzt der Schock noch in den Knochen. „Mein Vater blickt schon wieder etwas optimistischer in die Zukunft, macht schon wieder Witzchen“, sagt die Tochter. Wichtig sei, dass sie in ihrem Heimatort bleiben könnten, die Mutter wieder die Möglichkeit habe, im Garten zu werkeln und sich zu erholen.

Es sei schön zu sehen, dass ihre Eltern viel Besuch bekämen. Die große Verwandtschaft – Gertrud hatte neun Geschwister, von denen fünf noch leben – stehe den beiden zur Seite und baue sie wieder auf, sagt Müller. (Sandra Rose)

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