Zastrow-Mosaik soll glänzen

Umbau des ehemaligen Sparkassengebäudes in Treysa läuft auf Hochtouren

Auffälliges Gebäude: Die ehemalige Sparkassenfiliale in Treysa wird zum Café umgebaut, rechts Lena Dippel von der Bäckerei Viehmeier.
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Auffälliges Gebäude: Die ehemalige Sparkassenfiliale in Treysa wird zum Café umgebaut, rechts Lena Dippel von der Bäckerei Viehmeier.

Die Schwalmstädter können sich auf ein neues Café freuen. Die Bäckerei Viehmeier baut aktuell die ehemalige Stadtsparkassen-Zweigstelle in Treysa um.

Treysa. Noch ist es von innen und außen eine Baustelle, doch wenn alles klappt, hat Treysa ab dem 28. Dezember ein weiteres Café. Dann ist die Eröffnung der neuen Filiale der Bäckerei Viehmeier in der ehemaligen Statdsparkassen-Zweigstelle an der Friedrich-Ebert-Straße geplant. „Dieses Café wird sich von allen anderen unterscheiden“, sagt Lena Dippel beim Besuch der Baustelle.

„Hier ist viel Hirnschmalz rein geflossen“, sagt sie über Umwandlung der ehemaligen Sparkassenfiliale mit ihrem eher nüchternen Ambiente in ein modernes und doch zeitlos gemütliches Café.

Von außen ist die markante Schiefer-Verkleidung als Dach-Abschluss erhalten geblieben, die Außenwände ziert fortan eine luftige Holzverkleidung. Natürliche Materialien, wertiger Stil – dies mache die neue Filiale aus. In warmen Grün-, Rost- und Beigetönen kommt die Inneneinrichtung daher, soviel lässt der kolorierte Bauplan erkennen. „Oase“ heißt der Grünton, der künftig die Wandpaneele zieren wird. „Wir haben die Farben auf das Mosaik abgestimmt“, so Lena Dippel.

Das Natursteinmosaik des Künstlers Wilhelm Zastrow bleibt erhalten

Gemeint ist das rund 3,60 mal 3,50 Meter große Naturstein-Mosaik von Wilhelm Zastrow (1909 bis 1982), auf dem der Schwälmer Künstler die abgerissene mittelalterliche Schwalmbrücke, die Totenkirche, das Rathaus, den Hexenturm und die Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse neben den typischen Schwälmer Motiven Sechsstern, Herz und Tulpe abgebildet hat, wie es bereits Bernd Lindenthal in der HNA beschrieben hat. „Dieses Mosaik wollten wir unbedingt erhalten“, sagt Juniorchefin Dippel. Es soll auch nicht wie ursprünglich geplant den Hintergrund der Theke bilden, sondern in voller Pracht zu sehen sein. Die Familie Viehmeier stehe im Kontakt mit dem Stadtgeschichtlichen Arbeitskreis sowie dem Schwälmer Heimatbund, um gemeinsam eine Informationstafel zu dem Mosaik zu entwerfen. Zudem sei eine Postkarten-Aktion mit einem Bild des Mosaiks geplant.

Das Natursteinmosaik des Künstlers Wilhelm Zastrow bleibt erhalten.

An den Außenwänden rundum neu verglast, sollen die Übergänge von außen nach innen fließend sein, Kunden können über die Terrasse von allen Seiten in den Schwälmer Brotladen wechseln. Je 35 Sitzplätze innen und außen, Spielgelegenheiten für Kinder und eine feste Eistheke mit hausgemachtem Eis gehören zur künftigen Einrichtung.

Gebäude bleibt Eigentum der Stadtsparkasse

Auch wenn die ehemalige Sparkassen-Filiale nach dem Um- und Anbau größer und zumindest von innen kaum mehr als ehemaliges Geldinstitut zu erkennen sein wird – es bleibt im Eigentum der Stadtsparkasse Schwalmstadt. „Die Stadtsparkasse wollte lieber vermieten als verkaufen“, so Dippel. Ihr Geld heben die Sparkassen-Kunden schon seit vielen Wochen nicht mehr in dem Gebäude ab, sondern in dem neuen Container, der direkt daneben an der Friedrich-Ebert-Straße Tag- und Nacht betriebsbereit ist. Wichtig bei dem Umbau war der Stadtsparkasse, dass der frühere Drive-In mit seinem markanten Bogen auf der Rückseite des Gebäudes, wo sich auch der künftige Haupteingang befindet, erhalten bleibt. „Das Dach dient künftig als Unterstand für Fahrräder“, so Dippel. Auch Ladestationen für E-Bikes ist hier vorgesehen. Daneben sind auch Parkplätze für Autos geplant - 20 an der Zahl, erreichbar über zwei Zufahrten. (Kerstin Diehl)

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