21 Corona-Fälle in Klinik

Ziegenhainer Krankenhaus nicht vollständig abgemeldet

Der Eingang der Asklepios-Klinik in Ziegenhain.
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Corona im Krankenhaus: Trotz der Hygienevorkehrungen ist es im Asklepios-Klinikum in Ziegenhain zu einem größeren Covid-19-Ausbruch gekommen

Nach einem Corona-Ausbruch im Asklepios-Klinikum sind beide internistischen Stationen geschlossen. Insgesamt sind 21 Mitarbeiter von dem Ausbruch betroffen. Die meisten zeigen keine Symptome.

Schwalmstadt – Von dem größeren Corona-Ausbruch im Asklepios-Klinikum in Ziegenhain (die HNA berichtete) sind aktuell 21 Mitarbeiter betroffen. Darüber hinaus sind derzeit die Covid-Isolierkapazitäten im Krankenhaus ausgeschöpft. Das teilte Asklepios am Donnerstag auf Anfrage der HNA mit. Die meisten Betroffenen würden keinerlei Symptome zeigen, informierte eine Sprecherin:

„Alle positiv getesteten Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne.“ Trotz sorgfältiger Hygienemaßnahmen (Desinfektion, Tragen von FFP2-Masken, AHA-Regeln) komme es immer wieder vor, dass Infektionen weitergetragen werden können – 100 Prozent Schutz gebe es nicht, so Asklepios gegenüber unserer Zeitung. Obwohl alle Patienten und Mitarbeiter wöchentlich getestet werden würden, sei es möglich, dass der ein oder andere ein falsch negatives Ergebnis habe, erklärte die Sprecherin: „Unter anderem kann es daran liegen, dass der Betroffene zum Zeitpunkt noch keine Viruslast entwickelt hat.“

Corona-Ausbruch bei Asklepios: Gynäkologie/Geburtshilfe nicht betroffen

Durch die Schließung der beiden internistischen Stationen sei die Versorgung in den Bereichen der Gynäkologie/Geburtshilfe und aller chirurgischen Abteilungen nicht beeinträchtigt, betonte die Asklepios-Sprecherin: „Auch internistische Notfälle werden weiterhin in unserer Klinik versorgt.“ Abhängig von der jeweils aktuellen Belegung ist laut Asklepios ebenfalls die Schockraumversorgung internistisch und chirurgisch, das Herzkatheterlabor, die Endoskopie und die intensivmedizinische Versorgung wie vor den Stationsschließungen wie gewohnt möglich. Notfälle werden also weiterhin behandelt, die Klinik ist demnach nicht in Gänze abgemeldet, sondern nur in einem Teilbereich.

Dass die genannten Klinikbereiche bei „Ivena“ abgemeldet seien, sei somit nicht auf die jetzige Stationsschließung zurückzuführen, sondern werde, wie seit Einführung des Ivena-Systems, immer situationsabhängig vorgenommen, teilte Asklepios weiter mit. Zur Erläuterung: IVENA ist eine Abkürzung und steht für „Interdisziplinären Versorgungsnachweis“. Dabei handelt es sich eine spezielle webbasierte Anwendung. Ivena dient unter anderem als Schnittstelle zwischen Leitstelle/Rettungsdienst und Krankenhaus. Mithilfe der Statusmeldung aus Ivena kann der rettungsdienstliche Einsatzleiter zum Beispiel noch an der Unfallstelle entscheiden, in welche Klinik ein Patient gebracht werden soll. (Matthias Haaß)

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