ADFC fordert Bahnradweg zwischen Treysa und Homberg

Zweirad statt Lokomotive: ADFC fordert Bahnradweg zwischen Treysa und Homberg

Imposantes Bauwerk: Egal wie es kommen mag, von einer Fahrt über das Viadukt bei Spieskappel wären sowohl Radfahrer wie auch Bahnreisende sicher beeindruckt.
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Imposantes Bauwerk: Egal wie es kommen mag, von einer Fahrt über das Viadukt bei Spieskappel wären sowohl Radfahrer wie auch Bahnreisende sicher beeindruckt.

Mit einer Stellungnahme meldet sich der Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs zum Thema „Zukunft der Bahntrasse Treysa-Homberg/Efze zu Wort.

Treysa/Homberg - Der ADFC spricht sich darin gegen eine Reaktivierung der Bahnlinie für den Bahnverkehr aus und befürwortet die Umwandlung der Strecke in einen Radweg. „Eine Raddirektverbindung auf der Trasse der ehemaligen Kanonenbahn zwischen Homberg und Treysa wäre eine erhebliche Bereicherung für die Nahmobilität im Schwalm-Eder-Kreis,“ ist sich der Kreisvorsitzende des ADFC, Ulrich Wüstenhagen, sicher.

Der Radverkehr nehme seit Jahren spürbar zu, auch dank der inzwischen weit verbreiteten Pedelecs, so der ADFC. Das gelte sowohl für den Freizeit-, als auch für den Alltagsradverkehr. Eine solche Direktverbindung wäre laut ADFC auch ganz im Sinne der Planungen des Hessischen Verkehrsministeriums, das für ein „Rad-Hauptnetz“ in Hessen direkte, sichere und komfortable Radverkehrsverbindungen zwischen den Mittelzentren schaffen will.

Einen weiteren Vorteil sieht der ADFC, darin, dass die Freizeitangebote am Silbersee für alle, die Rad fahren, deutlich besser erreicht werden könnten. Die von Bahnfreunden zuletzt immer wieder geforderte Reaktivierung der Strecke für den Personenverkehr stuft der ADFC laut Mitteilung hingegen als unrealistisch ein. Angesichts des Zustands der Bauwerke auf der seit 18 Jahren ungenutzten Strecke würde deren Wiederherstellung sowie eine unter Umweltgesichtspunkten notwendige Elektrifizierung viele Millionen Euro kosten, meint der ADFC. Die für solche Reaktivierungsprojekte bereitstehenden Fördermittel seien aber vielfach überzeichnet, sodass sich dieses Projekt sehr weit hinten anstellen müsste, vermutet der ADFC. Die Strecke und damit die Bahnhöfe lägen meist weit abseits der Ortskerne, was eine zusätzliche Anbindung erforderlich mache.

Letztlich fehle laut ADFC auch eine angemessene Nachfrage, wie die geringen Passagierzahlen der Buslinie 490 zwischen Homberg (Efze) und Treysa zeigen würden. Höhere Fahrgastzahlen ließen sich eher mit einer Steigerung der Attraktivität der Busverbindungen z.B. durch eine Verdichtung auf einen Stundentakt steigern als durch eine abseits vorbeiführende Bahnlinie, heißt es in der Stellungnahme. „Eine Raddirektverbindung, in Kombination mit einem attraktiven Busverkehrsangebot, hätte einen höheren Verkehrswert als eine Bahnstrecke für den Personenverkehr“, so der ADFC-Kreisvorsitzende Ulrich Wüstenhagen und empfiehlt dem Kreis, die Initiative für eine Entwidmung der Bahnstrecke zu ergreifen.

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