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In Schwarzenborn wird neue Fernspähkompanie 1 stationiert

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Von: Sylke Grede

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Eingang der Knüllkaserne in Schwarzenborn mit den Kasernennamen
In der Knüll-Kaserne wird eine Fernspähkompanie stationiert. Der Standort und die gesamte Region erfahren damit eine erhebliche Aufwertung. © Sylke Grede

In der Knüll-Kaserne wird eine Fernspähkompanie stationiert. Der Standort und die gesamte Region erfahren damit eine erhebliche Aufwertung.

Schwarzenborn. Die Kaserne im Knüll ist damit nicht nur die Adresse von noch mehr Soldaten, sondern auch die einer der wenigen Elite-Einheiten (KSK, Kampfschwimmer) der Bundeswehr. Das teilt der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, in einem Tagesbefehl in dieser Woche mit.

„Beginnend ab 2023 wird am Standort in Schwarzenborn die neuaufzustellende selbstständige Fernspähkompanie 1 stationiert“, erklärt der Generalinspekteur. Dazu werden die Fernspähzüge der Luftlandeaufklärungskompanien aus Lebach und Seedorf zusammengeführt. Fernspäher haben im Landkreis eine lange Tradition. Von 1963 bis 1996 war die Fernspähkompanie 300 in Fritzlar stationiert.

Fernspäher sind der Division unterstellt

Die Fernspähkompanie gehört nicht zum Jägerbataillon 1, das ebenfalls in der Knüll-Kaserne zu Hause ist. Die Schwarzenbörner Fernspäher werden direkt der Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf unterstellt. Und damit schließt sich der Kreis: Zu dieser Division zählen auch die Heeresflieger in Fritzlar. Somit stehen die Fähigkeiten der neuen Spezialkompanie in direkter Nachbarschaft zu denen der Infanterie (Jägerbataillon) und der Lutfbeweglichkeit in Fritzlar. Hinzu kommen die zentrale Lage mitten in Deutschland und auch die guten Ausbildungsbedingungen mit einem großen Standortübungsplatz samt intakter Schießbahnen direkt vor der Haustüre. Das stärke die Fähigkeit zur landgestützten Aufklärung auf operativer Ebene und erziele somit einen substanziellen Mehrwert für das Heer und die Streitkräfte insgesamt, so der Generalinspekteur weiter.

Mit der neuen Kompanie wird es in der Knüll-Kaserne dann 1240 Dienstposten geben, wovon 210 in der Fernspähkompanie zusammengefasst werden. Aktuell werden in die Infrastruktur der Knüll-Kaserne 66 Millionen Euro investiert. Derzeit entstehen Unterkunftsgebäude, deren Bauweise als Modell für die gesamte Bundeswehr dienen soll. (syg)

Augen des Heeres

Fernspäher sind die Augen des Heeres tief hinter den feindlichen Linien. Sie operieren in kleinen Trupps und sind als solche auf sich allein gestellt. Meist zu Fuß unterwegs, meiden sie die Konfrontation mit dem Gegner, da sie unerkannt bleiben müssen. Fernspäher zu sein bedeutet: Eindringen in das Gebiet des Gegners zu Fuß, per Hubschrauber, harte Durchschlageübungen, Dschungelausbildung in den Tropen und Winterkampftraining am Polarkreis. syg

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