Demonstration für bessere Unterbringung

Flüchtlinge protestierten gegen Zeltlager in Schwarzenborn

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Über das Internet-Portal Twitter gepostet: Protestaktion von Flüchtlingen im Lager Schwarzenborn.

Schwarzenborn. Im Flüchtlingslager an der Knüll-Kaserne in Schwarzenborn hat es am Freitagmorgen eine Protestaktion von Asylsuchenden gegeben.

Vor den Zelten sitzend zeigten sie Pappschilder, auf denen eine bessere Unterbringung gefordert wird. Über das Portal Twitter posteten die Flüchtlinge Bilder von der Aktion im Internet.

Harald Merz, Sprecher des Regierungspräsidiums in Kassel, bestätigte, dass es Probleme gegeben habe. „Es ist uns bewusst, dass die Unterbringung in Zelten nicht optimal ist. Wir arbeiten an einer besseren Lösung“, sagte er. Dafür brauche man aber noch Zeit. Wann die Flüchtlinge in feste Quartiere umziehen können, stehe noch nicht fest.

Es habe Gespräche mit den Asylsuchenden gegeben, in denen man auf diese Situation hingewiesen habe. Auch der Johanniter-Hilfsdienst, der in die Betreuung eingebunden ist, habe sich vermittelnd eingeschaltet. Die Zelte seien alle beheizt, und alle Bewohner hätten Wolldecken bekommen.

Die Menschen seien offenbar mit völlig falschen Erwartungen nach Deutschland gekommen. Von den Schleusern werde ihnen vorgegaukelt, sie würden hier Häuser und Arbeit bekommen.

Zurzeit sind in dem Zeltlager in Schwarzenborn 331 Menschen untergebracht. Bis zu 500 sollten es werden, hatte das hessische Sozialministerium angekündigt. Diese maximale Auslastung solle aber möglichst nicht erreicht werden, erklärte Merz.

Die Kritik der Asylsuchenden richtete sich auch gegen die Verpflegung. Merz: „Das muss sich erst einspielen.“ Ähnliche Probleme habe es auch in Calden gegeben. Jetzt sei auch für Schwarzenborn ein Caterer beauftragt worden.

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