Gegen das Vergessen

Reservisten richteten Gedenkstätte am Knüllköpfchen wieder her

Wird wieder gepflegt: Den Platz, der an den Hubschrauberabsturz am 14. Januar 1959 erinnert, richteten Reservisten wieder her. Donnerstag ist dort eine Gedenkfeier vorgesehen. Foto: Ritter/nh

Schwarzenborn. Reservisten haben die Gedenkstätte, die am Knüllköpfchen in Schwarzenborn an den Hubschrauberabsturz im Jahre 1959 erinnert, neu hergerichtet.

Am Donnerstag, 14. Januar, dem Jahrestag des Unglücks, wird es ab 17 Uhr an dem neugestalteten Denkmal eine Gedenkfeier mit den Angehörigen der tödlich verunglückten Soldaten geben.

Rückblick

Auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz im Vogelsbergkreis stürzte im dichten Nebel am 14. Januar 1959 über dem Knüllköpfchen ein Transporthubschrauber des Heeresfliegerkommandos Fritzlar ab, dem jetzigen Kampfhubschrauberregiment 36. Aus dem Wrack des Helikopters, der nach dem Aufschlag explodiert und in Flammen aufgeht, können sieben der acht Insassen nur noch tot geborgen werden.

Ein weiterer Soldat, der zunächst lebend geborgen wurde, erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Der Absturz auf dem Knüllköpfchen ist der bis Anfang 1959 schwerste Absturzunfall der damals im Aufbau befindlichen Bundeswehr.

Kampf gegen Wildwuchs 

Dank der Reservisten der Bundeswehr werden Vergangenheit und Gegenwart jetzt vereint: Die anlässlich des Absturzes errichtete Gedenkstätte nahe des Unglücksortes hatte den Kampf mit Laub und Wildwuchs über die Jahre fast verloren.

Ein 100-Meter lang angelegter Weg führt jetzt zur Gedenkstätte, an dem ein großes Holzkreuz und ein Gedenkstein als Symbol der Anteilnahme steht. Jetzt finden Angehörige, Urlauber und Besucher einen ordentlichen Platz als Begegnungsort vor.

In regelmäßigen Abständen fahren jetzt Reservisten zum Knüllköpfchen. Zusammen mit dem Bundeswehrdienstleistungszentrum wollen sie, dass die Gedenkstätte ihr schönes neues Erscheinungsbild beibehält.

„Uns vom Kampfhubschrauberregiment 36 ist es daher eine Herzensangelegenheit, diesen Ort, der mit viel Tragik verbunden ist, ordentlich und mit viel Pflege zu betreuen. Wir bedanken uns bei den Reservisten, die die Instandsetzung wieder möglich gemacht haben“, so der Kasernenkommandant des Fritzlarer Kampfhubschrauberregimentes 36, Oberstleutnant Dirk Spengler, im Gespräch.

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