Stadt stellt Ärzte ein 

Gesundheitszentrum in Schwarzenborn geht im Mai in Betrieb

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Deutschlandweit einmalig: Ab Mai sollen im Medizinischen Versorgungszentrum in Schwarzenborn die Patienten ein und aus gehen. Schwarzenborn ist die erste Kommune, die ein MVZ betreibt.

Schwarzenborn. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) in Schwarzenborn nimmt nicht nur äußerlich Gestalt an. Neben dem Allgemeinmediziner, der übergangsweise in den alten Praxisräumen in Schwarzenborn praktiziert, wurde nun auch eine Gynäkologin gefunden.

Das bestätigte Erster Stadtrat Armin Heß, der bis zum Amtsantritt des designierten Bürgermeisters Jürgen Liebermann das Amt ausfüllt. Die Stadt wird der Arbeitgeber für die Ärzte und das Fachpersonal sein – ein Vorhaben für das es deutschlandweit kein Vorbild gebe, so Heß. Erstmals betreibt dann eine Kommune ein Medizinisches Versorgungszentrum.

Heß geht davon aus, dass die Einweihung am 20. Mai gemeinsam mit dem fünfjährigen Bestehen des genossenschaftlich betriebenen Ladens gefeiert werden kann. Zum 1. Mai müsse das Haus allerdings bezugsfertig sein, sagt Heß, denn dann ende der Mietvertrag für die Übergangspraxis.

In den nächsten Wochen müssen weitere Hürden für das MVZ genommen werden: Noch steht die Entscheidung der kassenärztlichen Vereinigung über den zweiten Arztsitz aus. Dann erst könne das MVZ gegründet werden.

Auch werden die politischen Gremien in Schwarzenborn entscheiden müssen, ob das MVZ im Etat der Stadt abgebildet wird oder als städtischer Eigenbetrieb geführt wird.

Die Planungen sehen vor, dass im Erdgeschoss des Neubaus die beiden Ärzte praktizieren werden. Im ersten Stock wird es eine physiotherapeutische Praxis geben. Auch dafür habe man bereits eine Interessentin gefunden, so der Erste Stadtrat. Zudem wird ein ambulanter Pflegedienst im Obergeschoss seine Büros haben.

Beim Baustart im August waren die Planer von Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro ausgegangen. Davon trägt die Stadt circa 800.000 Euro, der Rest wird gefördert.

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