Ab Juli in Augustdorf im Einsatz

Wechselt zur Brigade: Oberst Remus verlässt die Knüllkaserne

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Das Wappen bleibt, der Oberst geht: Oberst Helmut Remus sagt der Truppe in der Knüllkaserne zum zweiten Mal Ade.

Schwarzenborn. Als "unverschämtes Glück" hatte es Helmut Remus bezeichnet, ein zweites Mal Kommandeur in der Schwarzenborner Knüllkaserne zu sein.

Als Oberstleutnant war er dieses Mal gekommen, als Oberst sagt Helmut Remus Tschüss. Mit dem Außerdienstellungsappell des Jägerregiments am Donnerstag, 25. Juni, wird Oberst Remus die Schwarzenborner Truppe an seinen Nachfolger Oberstleutnant Karsten Krämer übergeben.

Insgesamt fünf Jahre hat Remus die Soldaten in der Knüllkaserne geführt, eine Konstellation, die bei der Bundeswehr nicht häufig vorkomme, meint er. Bereits von 2003 bis 2005 kommandierte er die Schwarzenborner Einheit, die sich damals noch Panzergrenadierbataillon 152 nannte. Schwarzenborn ist ihm inzwischen so etwas wie eine Heimat geworden. Mit den Schwarzenborner Vereinen wie zum Beispiel Sportverein und Feuerwehr fühlt sich der passionierte Eishockey-Fan eng verbunden.

An seinem zweiten Wohnsitz in den ehemaligen Offiziershäusern am Knüllteich hat er in freundlicher Nachbarschaft mit den dort untergebrachten Flüchtlingen gelebt. Große Freude bei den Kindern habe immer sein kleines Auto hervorgerufen: „You are driving a Mini Cooper“ (Sie fahren ja einen Mini Cooper), wurde er lauthals begrüßt. Ein Auto übrigens, das der Oberst wegen seiner tiefen Straßenlage ganz besonders schätzt. „Wie auf Schienen, ein wenig wie Go Kart fahren“, meint der 52-Jährige. Großen Spaß haben ihm da die Straßen im Knüll gemacht.

Wesentlich kürzer wird künftig seine Anfahrt von seinem Heimatort Iserlohn zum Arbeitsplatz sein. Auch kann er die Winterreifen an seinem Mini zwei Wochen früher wechseln. Ab 1. Juli wird er Kommandeur des Operational Mentor and Liaison Teams der Panzerbrigade 21 in Augustdorf (Nordrhein Westfalen). Diese Teams sind als spezielle Beratereinheiten für den Auslandseinsatz ausgebildet.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird er den Knüll verlassen. Einerseits freut er sich auf seine neue Aufgabe in Augustdorf - dort wird er dritter Mann nach dem Brigadekommandeur sein, andererseits sind ihm die Soldaten des Jägerregiments, das er in der Umstrukturierungsphase begleitete, ans Herz gewachsen. Die Einheit habe ihre Aufträge stets glänzend erfüllt, sagt er, und lobt insbesondere die Teamfähigkeit der Soldaten. Die Schwarzenborner Soldaten hätten sich basierend auf ihrer umfangreichen Einsatzerfahrung eine hohe Reputation erworben.

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