Neue Rettungswache in Schwarzenborn eingeweiht

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Es kann losgehen: von links Manfred Lau, Thomas Nierichlo, Sascha Walz, Christian Nierichlo, Ingo Kister, Winfried Becker, Jürgen Kaufmann und Thomas Schäfer.

Schwarzenborn. Direkt gegenüber des alten Standorts in der Oberaularer Straße stellte das Rote Kreuz Schwalm-Eder die neue Schwarzenborner Rettungswache in Dienst.

Ab kommenden Dienstag werden die Rettungseinsätze in der Knüllregion von dort aus gefahren.

Noch fehlen die Außenanlagen, aber sowohl Fahrzeuggarage als auch Schlaf- und Aufenthaltsräume sind bezugsfertig. Alles in dem 150 Quadratmeter großen Neubau ist zweckmäßig und funktionell.

Bislang rückte der Rettungswagen vom Bauhof der Stadt Schwarzenborn aus. Dort waren sowohl Unterkünfte als auch Garage integriert und an das DRK vermietet. In den vergangenen Jahren traten zunehmend Mängel auf und DRK und Stadt standen vor der Wahl: Sanierung oder Neubau. Aufgrund unverhältnismäßig hoher Sanierungskosten in Höhe über 135.000 Euro fiel bei allen Beteiligten rasch die Entscheidung für einen Neubau.

Verschiedene Varianten, unter anderem auch mitten im Stadtgebiet, wurden gemeinsam erörtert und wieder verworfen. Ein Blick über die Straße brachte dann die Lösung. Die Firma Carat-Automaten GmbH hatte in Wurfweite der alten Wache eine Halle errichtet und machte den Verantwortlichen den Vorschlag, einen Teil des Gebäudes zur Rettungswache um- und auszubauen.

Genau wie der alte Standort am Bauhof wird auch die neue Rettungswache vom DRK angemietet. Der Mietvertrag zwischen den Rettern und der Familie Nierichlo läuft bis 2022. „Unser Ziel war es immer, die Rettungswache hier bei uns zu erhalten. Auch im strukturschwachen ländlichen Raum haben die Menschen ein Recht auf adäquate medizinische Hilfe“, erklärte Bürgermeister Jürgen Kaufmann.

„Die alte Wache war einfach nicht mehr zeitgemäß. Der Standort in Schwarzenborn fährt zwar keine 20 Einsätze am Tag, ist aber für die Region enorm wichtig. Wir verbessern damit die Notfallversorgung des DRK. Auch im ländlichen Raum gilt die Zehn-Minuten-Hilfsfrist“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete des Schwalm-Eder-Kreises und Vorsitzende des DRK Schwalm-Eder Winfried Becker.

Im Jahr summiere sich die Zahl der Einsätze der Ziegenhainer Außenstelle auf 600, informierte der Kreisgeschäftsführer des DRK Schwalm-Eder Manfred Lau.

Sehr zufrieden mit dem zweckmäßigen Neubau sind die künftigen Nutzer. „Es ist eine absolute Top-Wache. Ich freue mich darauf hier oben zu arbeiten“, sagte Rettungsdienstler und Betriebsratsvorsitzender Michael Kaminski und Ziegenhains Rettungswachenleiter Martin Heide ergänzte: „Unsere Mitarbeiter fühlen sich hier oben wohl und machen gerne ihre Arbeit. Auf diese Weise trägt die neue Wache zur Motivation bei.“

Von Matthias Haaß

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