Mit Gras überwachsen

Verwirrung: Riesige Rotorblätter lagern bei Schwarzenborn in der Wildnis

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Entdeckte die riesigen Rotorenblätter während eines Spaziergangs auf dem Knüllköpfchen in Schwarzenborn: Wolfgang Mantz aus Neukirchen. 

Schwarzenborn. Verwunderung herrscht in Schwarzenborn über zwei riesige Rotorenblätter, die am Windpark auf dem Knüllköpfchen quasi im Gebüsch liegen und teils schon mit Gras überwachsen sind.

Wolfgang Mantz aus Neukirchen hatte die rund 21 Meter langen Windradteile zufällig beim Spazierengehen entdeckt. „Im März 2015 war während eines Gewitters ein Flügel abgebrochen. Die anderen alten Rotorblätter liegen heute noch, zweieinhalb Jahre später, im Gebüsch. So kann man mit unserer Landschaft nicht umgehen“, so Mantz. 

Die Lagerung der Rotorblätter sei allerdings rechtlich in Ordnung, bestätigte Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Liebermann (SPD) gegenüber der HNA: „Das Grundstück gehört einem Landwirt im Ort und ist an die Betreiber des Windparks verpachtet. „Solange keine Gefahr in Verzug ist, spricht nichts gegen die Lagerung der Windradteile.“

Das Windrad gehört den Gesellschaftern Burkhard Kurz und Frank Martach aus Bad Hersfeld sowie Helmut Schierl aus Rietberg. Burkhard Kurz bestätigte gegenüber der HNA, dass die beiden Rotorblätter seit dem Gewitter-Unfall vor zweieinhalb Jahren dort lagern. „Damals ist zwar nur ein Rotorblatt kaputtgegangen. Wir haben aber dennoch alle drei ausgetauscht, weil die zwei funktionierenden Blätter anders ausgewuchtet hätten werden müssen“, sagte Burkhard Kurz im Gespräch mit der HNA.

Das kaputte Rotorblatt wurde damals umgehend entsorgt, die beiden funktionierenden Blätter habe man aber bewusst aufgehoben, um sie künftig als mögliche Ersatzteile verwenden zu können. Dazu war allerdings eine Überprüfung notwendig.

Das Gutachten dazu liege bereits vor. Es besage, dass die Rotorblätter in einwandfreiem Zustand seien und deshalb auch weiterhin genutzt werden könnten, berichtet Burkhard Kurz.

Hintergrund: Blitz schlug in Windrad ein

Ein Unwetter hatte im Windpark auf dem Knüllköpfchen Anfang März 2015 schweren Schaden angerichtet, einer der Flügel brach nach einem Blitzeinschlag zur Hälfte ab und landete 30 Meter weiter auf einem Feld. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Im Zuge des Austauschs der Rotorblätter wurden auch die beiden funktionierenden Blätter ausgetauscht. Sie dienen nun als Reserve. Die Lagerung ist mit dem Besitzer abgesprochen.

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