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Schwarzenbörner Bernhard Munk hat Maurerausbildung als Bester bestanden

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Bernhard Munk mauert auf einer Baustelle in Schwarzenborn eine Außenwand. Er hält einen Hammer in der Hand.
Wurde bei Freisprechungsfeier geehrt: Bernhard Munk mauert auf einer Baustelle in Schwarzenborn eine Außenwand. © Philipp Knoch

Bernhard Munk (31) ist Prüfungsbester der Maurerausbildung im Bereich der Handwerkskammer Kassel. Dabei war sein Weg in das Handwerk nicht vorgezeichnet.

Schwarzenborn – Nachdem Bernhard Munk seine Schullaufbahn mit dem Fachabitur abschloss, ging er zur Bundeswehr. Danach begann er ein Studium zum Bauingenieur in Gießen.

Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitete er beim Baugeschäft Günther Schwalm aus Christerode. Zum Bauingenieur, seinem Studiengang, sei das ein nahes Berufsfeld, ein bisschen Praxiserfahrung könne nicht schaden, dachte er sich. Während des Studiums arbeitete er schon sechs Jahre im Maurerhandwerk.

„Ich habe relativ schnell gemerkt, dass ein Hochschulstudium nichts für mich ist“, erzählt Munk. „Als die Pandemie kam, habe ich mir gesagt, ich muss etwas Ernsthaftes machen.“ Er begann seine Ausbildung im Februar 2021 in dem Betrieb, in dem er vorher schon jahrelang gearbeitet hatte. Die Arbeit mache ihm viel Spaß, das Verhältnis zu den Kollegen sei sehr gut.

Prüfung schon nach 18 Monaten

Munk wollte mit Blick auf sein Alter seine Maurerausbildung so schnell wie möglich absolvieren. Die Ausbildung dauert normalerweise drei Jahre, aber der 31-Jährige startete direkt mit der Zwischenprüfung in seine Ausbildung und legte die Gesellenprüfung schon 18 Monate später ab.

„Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass meine Abschlussprüfung so gut war“, berichtet Munk. Darauf, dass er bei der Freisprechungsfeier geehrt wurde, sei er gar nicht vorbereitet gewesen.

„Ich musste nicht viel lernen“

Seine Abschlussnote ist für ihn keine große Sache – er wisse sie sogar gar nicht mehr. „Durch meine Vorkenntnisse fiel mir vieles in der Ausbildung leichter als anderen, ich musste nicht viel lernen“, berichtet Munk. Er freut sich, dass er weiterhin in seinem Ausbildungsbetrieb arbeiten kann.

Bedanken möchte sich Munk bei seinem Chef Günther Schwalm für die gute Ausbildung sowie bei Harald Kinne, der ihm mit seiner ruhigen Art mit Rat und Tat während seiner Ausbildung zur Seite gestanden habe.

Nur bei der Ausbildung soll es für den 31-Jährigen allerdings nicht bleiben. Denn Munk will zeitnah seinen Meister machen – wahrscheinlich dann wieder mit Bestnote. (Philipp Knoch)

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