Schnelle Eingreiftruppe für Afghanistan

Schwarzenborn: Bataillon steht vor neuen Aufgaben

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Logistische Meisterleistung: Bei der Verlegungsübung Joint Derby wurde das gesamte Schwarzenbörner Jägerbataillon mit 1000 Soldaten und 300 Fahrzeugen von Emden nach Bremerhaven gebracht.

Schwarzenborn. Die Schwarzenbörner Soldaten werden wieder eine Schnelle Eingreiftruppe (Quick Reaction Force) für den Norden Afghanistans bilden.

Georgische Soldaten

Im Gegensatz zum Einsatz vor sechs Jahren wird der Schwarzenbörner Kampftruppenverband allerdings nicht vor Ort zu sein – verlängerter Arm im Einsatzland wird ein georgischer Verband sein. Die Schwarzenbörner werden sich für die Dauer des Einsatzes in Bereitschaft befinden, erklärt Bataillonskommandeur Oberstleutnant Karsten Krämer. Auftrag des Jägerbataillons wird es sein, die georgischen Kollegen fit für den Einsatz zu machen. Das bedeutet, die Georgier werden noch in diesem Jahr im Knüll zu Gast sein und für ihre gefährliche Mission vorbereitet werden.

Europäische Kampftruppe

Karsten Krämer

Abgeschlossen ist seit Kurzem der jüngste Auftrag des Bataillons. Die Schwarzenbörner waren Teil der multinationalen EU-Battlegroup. In verschiedenen Übungen wurden sie als Infantry Task Force erfolgreich für die Europäische Kampftruppe zertifiziert. Herausragend sei dabei die Verlegeübung Joint Derby, die größte Logistikübung der Bundeswehr, gewesen, so Krämer. Das gesamte Bataillon sei mit 1000 Mann und 300 Fahrzeuge unter anderem per Fähre und Flugzeug von Schwarzenborn nach Munster verlegt worden. Diese Übung ging nahtlos in die heiße Phase der Übung „European Spirit“ über. „Es war eine wertvolle Erfahrung für die Soldaten, Teil einer internationalen Truppe zu sein“, sagt Krämer. Durchaus enge Kontakte seien insbesondere zu den niederländischen Soldaten entstanden. Bis zum Ablauf der Bereitschaftsphase am 31. Januar seien die auch durch Besuche der Niederländer in Schwarzenborn gefestigt worden. In den nächsten Wochen werde das Bataillon sich auf die Operationsart „Angriff“ konzentrieren. Dazu werde es simulationsgestütze Übungen in Hammelburg geben. In zwei Wochen werde das gesamte Bataillon bis auf die Ausbildungskompanie zum Truppenübungsplatz Wildflecken verlegt.

Grundausbildung

Im Zusammenhang mit der sogenannten „Trendwende Personal“ – das ist der Plan der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, das Schrumpfen der Bundeswehr zu beenden – verstärkt auch das Schwarzenbörner Jägerbataillon seinen Ausbildungsauftrag. Derzeit befinden sich laut Kommandeur 150 Soldaten in der Grundausbildung – mehr als noch vor einigen Jahren.

Hammelburg

Veränderungen gibt es noch in diesem Jahr in der Zusammensetzung des Bataillons. Aufgelöst wird laut Kommandeur die Erprobungskompanie in Hammelburg. Diese Kompanie war vom Amt für Heeresentwicklung eigens zur Erprobung des gepanzerten Transportfahrzeugs Boxer ins Leben gerufen wurde.

Sie wurde von Schwarzenborn aus truppendienstlich geführt.

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