Acht Soldaten waren verunglückt 

Gedenken an Hubschrauber-Unglück vor 60 Jahren bei Schwarzenborn 

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Am 14. Januar 1959 stürzte ein Transporthubschrauber der Bundeswehr am Knüllköpfchen ab. Heute erinnert dort eine Gedenkstätte an die acht beim Absturz gestorbenen Soldaten.

Ein Hubschrauber der Bundeswehr ist vor 60 Jahren bei Schwarzenborn abgestürzt. Am Knüllköpfchen fand eine Gedenkveranstaltung für die verunglückten Soldaten statt. 

Vor 60 Jahren – am 14. Januar 1959 – erschütterte die damals noch junge Bundeswehr ein folgenschwerer Hubschrauberabsturz: Bei einem Rettungseinsatz zerschellte eine Maschine vom Typ Vertol H 21 am Knüllköpfchen bei Schwarzenborn. Sieben Besatzungsmitglieder starben sofort, ein achter Soldat erlag kurze Zeit später in der Klinik Hephata seinen Verletzungen.

Anlässlich des tragischen Absturzes fand in dieser Woche eine Gedenkveranstaltung auf dem Knüllköpfchen statt. Die Organisation des Gedenktags lag in den Händen von Heinz-Hermann Schmerer und Jörg Waldhelm. In seiner Ansprache betonte Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Liebermann das kontinuierliche Engagement von Schmerer zur Wiederherstellung der Gedenkstätte.

Auch Angehörige der Soldaten waren bei Gedenkveranstaltung

Einige Angehörige der vor 60 Jahren verunglückten Soldaten hatten ebenfalls den Weg zum Knüll gefunden. Sie seien aus Freudenberg bei Siegen und aus der Nähe von Jever in Ostfriesland nach Nordhessen gereist, heißt es in der Pressemitteilung der Organisatoren.

Militärische Ehren: Heinz-Hermann Schmerer (von links), Heinz Henn, zwei Ehrenwachen vom Kampfhubschrauberregiment 36 aus Fritzlar und Ralf Hoppe bei der Kranzniederlegung.

Als Vertreter der in Stadtallendorf beheimateten Division Schnelle Kräfte (DSK) nahm Oberst Jan-Peter Fiolka an der Gedenkveranstaltung teil. Fiolka betonte, dass auch nach 60 Jahren ein Gedenken angebracht sei und würdigte die über 1500 seit der Gründung der Bundeswehr im täglichen Dienst verstorbenen Soldaten.

Für das Kampfhubschrauberregiment 36, Nachfolgeverband der vor 60 Jahren betroffenen Einheit, sprach Oberstleutnant Gary Schadt. Der Pilot und Leiter der operativen Einsatzzentrale des Regimentes verdeutlichte den Anwesenden, welche Fortschritte die Technik im Gegensatz zu damals gemacht habe.

Heute ist Absturzgefahr minimiert

Heute seien Unfälle zwar auch möglich, jedoch sei die Technik mittlerweile soweit ausgereift, dass die Gefahr, welche 1959 zum Zerschellen der Vertol führte, minimiert werden konnte, so der Offizier. Im Anschluss verlas Gray die Namen der acht Soldaten, die bei dem Absturz ihr Leben verloren.

Nach den Gedenkreden folgte eine Andacht mit Bischof Gerhard Meyer in der anglikanischen Kapelle am Knüllköpfchen, welche durch Trompeter Oberstabsfeldwebel Meißner vom Heeresmusikkorps Kassel begleitet wurde. Das Ende der Gedenkveranstaltung bildete die Kranzniederlegung an der Gedenkstätte am Knüllköpfchen durch Vertreter des Kampfhubschrauberregimentes 36 aus Fritzlar, dem Förderverein Stab DSK in Stadtallendorf und der Gemeinschaft der Heeresflieger Fritzlar unter Mitwirkung von Trompeter Meißener und Bischof Meyer.  

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