Selbstverwaltung: Gemeinsam geht es besser

Kleines Team in der Verwaltung: Im Schwarzenborner Rathaus gibt es neben dem Bürgermeister eine weitere Vollzeitkraft und zwei Teilzeit-Mitarbeiterinnen. Foto: Grede

Schwarzenborn. Die interkommunale Kooperation zwischen der Kreisstadt und Hessens kleinster Stadt ist inzwischen mehr als ein zartes Pflänzchen.

Schwarzenborn kaufte sich in den vergangenen Wochen Verwaltungsdienstleistungen bei der Stadt Homberg ein.

Nötig wurde ein Interimskonzept, das für Schwarzenborn durchaus zukunftsweisend sein könnte, durch den längeren krankheitsbedingten Ausfall eines Mitarbeiters, erklärte Bürgermeister Jürgen Kaufmann. Für die Verwaltung der Kleinstadt war der Krankheitsfall fast ein Desaster. Denn mit 1080 Einwohnern ist die Knüllstadt nicht nur Hessens kleinste Stadt, vermutlich arbeitet im Rathaus auch eines der kleinsten Verwaltungsteams. Neben dem Bürgermeister gibt es einen weiteren Vollzeit- und zwei Teilzeitmitarbeiter. „Bei einem längeren Ausfall geraten wir schnell an unsere Grenzen“, sagte Kaufmann. Unterstützung suchte sich Schwarzenborn im Homberger Rathaus bereits im Bereich Finanzwesen, eine Kooperation, die Kaufmann gerne vertiefen würde.

Selbstverwaltung 

Es gehe um die Sicherstellung der Verwaltungsaufgaben, meinte der Bürgermeister, ohne dabei die kommunale Selbstverwaltung aufzugeben. Im Zuge einer Kooperation mit der Kreisstadt könnte man die Qualität erhalten und den Bürgerservice vor Ort im Rathaus vorhalten.

Die Back-up-Lösung der vergangenen Wochen sollte aus Sicht Kaufmanns institutionalisiert werden. Die Leistungen der Homberger Experten wurden das Stadt Schwarzenborn in Rechnung gestellt. Das Personal werde in Homberg wie auch in Schwarzenborn anders ausgelastet, Fachwissen besser genutzt, ist Kaufmann überzeugt.

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