Im Einsatz gegen das Virus

Soldaten unterstützen hessenweit in Testzentren und bei Kontaktverfolgung

Gruppenbild in einer besonderen Lage: Die Soldaten des Jägerbataillons 1 bei der Amtshilfe in Frankfurt.
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Gruppenbild in einer besonderen Lage: Die Soldaten des Jägerbataillons 1 bei der Amtshilfe in Frankfurt.

Schwarzenbörner Soldaten verteilen sich aktuell über ganz Hessen. 93 von ihnen sind im Corona-Einsatz und leisten Amtshilfe. Das bestätigt der Kommandeur des Jägerbataillons, Oberstleutnant Sven Kästner.

Schwarzenborn - Eingesetzt sind sie in Frankfurt, Gießen, Bad Homburg, Offenbach und im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Hauptaufgabe ihrer Unterstützung ist derzeit vor allem der Dienst in den Gesundheitsämtern bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Da sie im Schichtbetrieb arbeiten, sind doppelt so viele Soldaten vom Corona-Einsatz gebunden. Hinzu komme, dass die Soldaten mit dem Beenden ihrer mehrere Tage umfassenden Schicht in eine 14-tägige Quarantäne müssen. „Aber wir können das leisten“, erklärt der Kommandeur. Er geht davon aus, dass sein Corona-Kontingent weiter aufwachsen wird. Schon jetzt beschäftigen die Soldaten die Aufträge bis weit in den Dezember hinein.

„Wir übernehmen nicht, wir leisten Hilfe“, betont der Kommandeur. Genau das spiegelt die Reaktion eines Reiserückkehrers wider, die das Jägerbataillon erreicht hat. Der Mann wurde von den Soldaten im Testzentrum am Frankfurter Flughafen auf Covid-19 getestet. Die Unterstützung durch die Mitglieder der Bundeswehr sei in höchstem Maße professionell, ausgesprochen freundlich und hilfsbereit, unaufgeregt und entgegenkommend gewesen, schreibt er in einer Email. „Meine Lebensgefährtin und ich waren uns einig, dass wir selten in unserem Leben in einem ‘Servicecenter’ ähnlich gut behandelt und betreut wurden“, lobt der Reiserückkehrer die Schwarzenbörner Soldaten.

Aber auch dieser Einsatz hat seinen Preis. Bereits einer der Soldaten hat sich während der Amtshilfe mit Corona selbst infiziert, berichtet Kästner. Er kam umgehend in Isolation. Innerhalb der Knüll-Kaserne gibt es aktuell keine Infizierten. Vorsorglich sei aber bereits eine Quarantäne-Station eingerichtet. Insgesamt ist der Kasernen-Betrieb – wie auch schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr – im Wesentlichen im Stand-by-Modus. Die personelle Besetzung von Büros und Unterkünften wurde minimiert, um Abstände zu wahren und zur Verringerung des Infektionsrisikos beizutragen. Möglich wird das durch Telearbeit und Schichtbetrieb. Auch der Ausbildungs- und Übungsbetrieb ist bis auf wenige Übungen heruntergefahren.

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