Bundeswehr

Spezialeinsatz Evakuierung: An Operation in Afghanistan sind Soldaten der Division Schnelle Kräfte beteiligt

Mit der Übung Schneller Adler bereitet sich die Stadtallendörfer Division auf mögliche Evakuierungssituationen vor. Die beiden Redakteure Sylke Grede und Michael Rinde waren bei einem dieser Großmanöver in Stendal (Sachsen-Anhalt) als Teil des Übungsszenarios dabei. Alle
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Mit der Übung Schneller Adler bereitet sich die Stadtallendörfer Division auf mögliche Evakuierungssituationen vor. Die beiden Redakteure Sylke Grede und Michael Rinde waren bei einem dieser Großmanöver in Stendal (Sachsen-Anhalt) als Teil des Übungsszenarios dabei.

Bundeswehrsoldaten sichern die Evakuierung von Personal der deutschen Botschaft in Kabul und von Afghanen, die teils über Jahre für die Bundeswehr gearbeitet haben.

Stadtallendorf/Schwarzenborn – Soldaten der Division Schnelle Kräfte mit Sitz in Stadtallendorf unterstützen diese Aktion in Afghanistan. Unter anderem sollen Fallschirmjäger der Stadtalllendörfer Division beteiligt sein. Aus Sicherheitsgründen werden über die Anzahl der beteiligten Soldaten keine Angaben genannt.

Die Bundeswehr hält die Division als Teil der Nationalen Risiko- und Krisenvorsorge für diese Aufgabe bereit. Innerhalb der Bundeswehr ist die Division der Spezialist für militärischen Evakuierungsoperationen. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Andreas Zorn, selbst ehemaliger Kommandeur der DSK, bezeichnet die DSK in Stadtallendorf als die „Experten“ bei militärischen Evakuierungsoperationen.

Flughafensicherung: Hier bei der Übung Schneller Adler in Stendal.

Evakuierung: der jetzige Einsatz in Afghanistan ist der bisher größte

Für Aufsehen hatte in der Vergangenheit ein spektakulärer Einsatz in Libyen gesorgt. Soldaten der damaligen Division Spezielle Operationen, heute DSK, hatten mit der Operation Pegasus Deutsche aus dem Land evakuiert. Seit Jahren probt die DSK derartige Evakuierungen immer wieder und mit wechselnden Szenarien bis hin zur gewaltsamen Befreiung deutscher Staatsbürger. Eines der größten Manöver dazu ist die Übung Schneller Adler.

Der jetzige Einsatz in Afghanistan ist der bisher größte Bundeswehreinsatz dieser Art. Fallschirmjäger der DSK sind in Seedorf (Fallschirmjägerregiment 31) und in Zweibrücken (Fallschirmjägerregiment 26) stationiert. Insgesamt gehören rund 9500 Bundeswehrsoldaten und etwa 2500 niederländische Soldaten zur DSK.

Schwarzenbörner Soldaten befinden sich in Rufbereitschaft

In Stadtallendorf in der Herrenwaldkaserne befinden sich neben dem Divisionsstab auch die Kommunikationsspezialisten – Fernmeldeeinheiten.

Sie stellen im Einsatz sicher, dass die Führung mit den Soldaten vor Ort etwa in Kabul ständig in Verbindung bleibt. Dazu verfügt die Division auch über einen eigenen mobilen Gefechtsstand, der sich von Größe und Umfang her auch an verschiedene Situationen anpassen lässt und vor allem auch durch die Luft transportiert werden kann.

Die schnelle Luftevakuierung ist Kernbestandteil der Fähigkeiten der Divison Schnelle Kräfte.

Derzeit führt Generalmajor Andreas Hannemann die Division. Ihr unterstehen dabei auch die Heeresfliegerverbände einschließlich der Transporthubschrauber NH90.

Ab Juni wäre auch das Schwarzenbörner Jägerbataillon an der Nato-Mission „Resolute Support“ beteiligt gewesen. Allerdings zog sich, noch bevor die Soldaten nach Afghanistan verlegt worden waren, die Bundeswehr aus Afghanistan zurück.

Schwarzenbörner Soldaten sollten sich laut deren Kommandeur Oberstleutnant Sven Kästner weiterhin in einer „Notice-to-MoveZeit – in einer Art Rufbereitschaft – befinden. (Sylke Grede und Michel Rinde)

Der Name ist Programm

Der Division Schnelle Kräfte gehören die Spezialisten des Heeres an. In dem Verband sind sämtliche Fallschirmjäger, die Hubschrauber und das Kommando Spezialkräfte zusammengefasst. Ihre Einsatzqualität stellt die gesamte Division regelmäßig alle zwei Jahre bei der Großübung Schneller Adler unter Beweis.

Wegen der Pandemie fand laut Pressestelle der DSK die jüngste dieser Evakuierungsoperationen 2018 statt, die in 2020 musste ausfallen. Weit über 1500 Soldaten üben dabei über mehrere Wochen Luftlandeoperationen und Evakuierungen durch die Luft und über See in Zusammenarbeit mit allen dafür benötigten Kräften - auch von Luftwaffe und der Marine.

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