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Schwerer Unfall bei Übung mit Panzer – sieben Menschen verletzt

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Von: Matthias Haaß

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Ein getarnter GTK Boxer des Schwarzenborner Jägerbataillions.
Ein getarnter GTK Boxer des Schwarzenborner Jägerbataillions. Solch ein Fahrzeug verunglückte am Mittwoch. Dabei wurden sieben Soldaten verletzt. (Archivfoto) © Matthias Haaß

Bei einem Panzer-Unfall im Schwalm-Eder-Kreis gibt es sieben Verletzte - ein Mann muss mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik geflogen werden.

Schwarzenborn – Ein Unfall mit einem Panzer und sieben Verletzten ereignete sich am Mittwochabend auf dem Standortübungsplatz des Jägerbataillons 1 in Schwarzenborn. Wie ein Sprecher der Panzerbrigade 21 in Augustdorf (NRW) am Freitagmorgen erst auf Anfrage der HNA mitteilte, sei bei dem Unfall der Fahrzeugkommandant des geschützten Gefechtsfahrzeugs – GTK Boxer – lebensgefährlich verletzt worden.

„Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde der Soldat mit einem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik nach Marburg geflogen, wo er sich zurzeit in intensiv-medizinischer Behandlung befindet“, erklärte der Sprecher der Panzerbrigade. Das Jägerbataillon 1 ist der Brigade unterstellt. Sechs weitere Besatzungsmitglieder des Panzers wurden leicht verletzt und nach Angaben der Bundeswehr in umliegende Krankenhäuser gebracht. „Die Angehörigen der Soldaten wurden umgehend informiert“, sagte der Sprecher.

Schwarzenborn: Unfall mit Panzer ereignete sich in den Abendstunden

Der Unfall passierte in den frühen Abendstunden bei einer Übung der 3. Kompanie des Jägerbataillons 1 aus Schwarzenborn auf dem nahegelegenen Standortübungsplatz. Zur genauen Unfallursache machte der Bundeswehrsprecher keine näheren Angaben. Laut Medienberichten soll sich das Gefechtsfahrzeug überschlagen haben, dabei habe sich der in der Luke stehende Kommandant die lebensgefährlichen Verletzungen zugezogen. Das GTK Boxer ist das Hauptwaffensystem der Schwarzenborner Jäger. Er kann bis zu zehn Soldaten transportieren. Das Fahrzeug hat ein Gefechtsgewicht von 36,6 Tonnen und ist ohne Waffenanlage 2,37 Meter hoch. Der Boxer wird auch als Mutterschiff der Infanterie bezeichnet.

Die Frage, ob sich in dem Boxer scharfe Munition befand, beantwortete die Bundeswehr nicht. Polizei sowie Feldjäger der Bundeswehr waren an den Ermittlungen am Unfallort beteiligt. Man bitte um Verständnis, dass man sich zu den laufenden Ermittlungen nicht äußern dürfe, heißt es aus Augustdorf. (Matthias Haaß)

Erst vor Kurzem wurden nach 20 Monaten Bauzeit die neuen Soldaten-Quartiere in der Knüll-Kaserne in Schwarzenborn eingeweiht.

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