Landkreis beauftragt neues Sicherheitsdienstunternehmen

Security im Fokus von Zoll und Polizei

Üperprüft: Der Sicherdienst kontrolliert den Eingang des Chinaparks. Foto: Grede

Ziegenhain. Der Landkreis trennt sich von dem für die Notunterkunft im Ziegenhainer Chinapark zuständigen Sicherheitsdienst.

Überprüfungen haben unter anderem ergeben, dass ein Großteil der Sicherheitsdienstmitarbeiter, die auch die Unterkunft im Proviantamt in Fritzlar im Blick haben sollten, nicht die entsprechende Qualifikation habe. Das bestätigte Michael Schneider, Justitiar der Kreisverwaltung.

Zuvor hatte dieser Sicherdienst die Erstaufnahme in Schwarzenborn überwacht. Bereits mehrfach ist er in den vergangenen Tagen in Ziegenhain aufgefallen (wir berichtet): Am Dienstag hatte der Zoll die Beschäftigungsverhältnisse der 25 Mitarbeiter überprüft. „Der erste Eindruck ist nicht gut“, sagte Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamts Gießen. Obskur seien die Angaben zum Arbeitgeber. „Wir wissen noch nicht, wer das wirklich ist“, sagte Bender und spricht von mindestens zwei zwischengeschalteten Subunternehmen des in Nordrhein-Westfalen ansässigen Securitiy-Unternehmens. Der Zoll überprüft zudem, ob die Angestellten tatsächlich den vorgeschriebenen Mindestlohn erhalten.

Auch die Polizei checkte die Security-Mitarbeiter. Über das Ergebnis machte Polizeisprecher Markus Brettschneider keine Angaben. Bereits in der vergangenen Woche hatte es mehrere Polizeieinsätze wegen Vorfällen gegeben, an denen Sicherheitsdienstleute beteiligt gewesen waren. Unter anderem hatte laut Polizei in der Nacht zum Sonntag einer der Sicherheitsdienstmitarbeiter in Treysa eine Auseinandersetzung mit einem Taxifahrer. Er soll den Fahrer geschlagen und ihm ins Lenkrad gegriffen haben. In der selben Nacht soll einer seiner Kollegen in der Friedrich-Ebert-Straße in Treysa unbefugt in ein Haus eingedrungen sein. Erstmals aufgefallen war der Sicherheitsdienst, als es wegen Brandgefahr zu einem Einsatz im Chinapark gekommen war: Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hatten im einen Ofen über Nacht angelassen.

Laut Schneider soll nun ein anderes Unternehmen den Sicherheitsdienst übernehmen. Am Mittwochabend und am Wochenende werden weitere Flüchtlinge im Chinapark erwartet.

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