Konzert mit Werken aus Klassik und Romantik

Seltene Klänge in der Hephata-Kirche

Konzert mit Trompete und Orgel: Bei der „Musik zum Wochenschluss“ in der Hephata Kirche Treysa spielten von links Ulrich Rebmann, Florian Balzer und Jens Amend werde aus der Klassik, der Romantik und dem Impressionismus. Foto: Decker

Treysa. Immer wieder überrascht die Konzertreihe „Musik zum Wochenschluss“ in der Hephata-Kirche ihre Besucher mit herausragenden Musikern und ungewohnten Klängen. Am Samstag spielten Florian Balzer und Ulrich Rebmann, beide Trompete, mit dem Organisten Jens Amend Stücke für Trompete und Orgel.

Selten gespielte Stücke aus Klassik, Romantik und Impressionismus hatten die drei Musiker ausgesucht und präsentierten diese sehr gefühlvoll.

Beim ersten Werk „Pastorale e Rondo“ von Jean Langlais dominierte die Orgel in ihrer Lautstärke zwar anfangs die beiden Trompeten, doch fanden die drei Musiker schnell die richtige Feinabstimmung.

Jens Amend interpretierte die frühklassischen Stücke von Johann Peter Kellner „Präludium C-Dur“ und „Fünf Flötenuhr-Stücke“ von Joseph Haydn auf der erstaunlich vielseitigen Orgel der Hephata-Kirche souverän. Beim Werk „Romanze“ von Max Reger, gespielt von Florian Balzer und Jens Amend, verschmolzen beinah die beiden Instrumente Orgel und Trompete ineinander.

Der folgende Choral „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ hingegen ließ die Trompete, gespielt von Ulrich Rebmann, fast zur menschlichen Stimme werden, dessen lauter Schrei beinah körperlich spürbar war.

Ein harmonisches Miteinander bot „Panis Angelicus“ von César Franck und beim „Ave Maria“ von Franz Schubert übernahm die Trompete die Singstimme so deutlich, dass der Zuhörer glauben konnte, den Text zu vernehmen.

Als krasses temporeiches Gegenüber folgten vier kleine Präludien für die Orgel, was zu einem kurzen Zusammenzucken im Publikum führte. Mit der „Suite en brève“ von Pierre Max Dubois endete das Konzert.

Die rund 50 Zuhörer bedankten sich mit einem begeisterten Schlussapplaus. Mit dem Kirchenlied „Rhosymedre“ von Ralph Vaughan Williams entließen die drei Musiker das Publikum in den Abend. (zcd)

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