Ski-Lift läuft weiter: Downhill-Strecke am Eisenberg soll neue Gäste anziehen

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Kopfüber ins Tal: Elmar Henrich (blaue Jacke) erläutert im Gasthof seine Vorschläge für die Einrichtung einer Downhill-Mountainbike-Strecke am Hausberg der Gemeinden Neuenstein und Kirchheim.

Neuenstein/Kirchheim. Der Ski-Lift am Eisenberg wird auch weiterhin von der Firma Wiegand aus Rasdorf betrieben.

Das ist das Resultat von Gesprächen zwischen der Firma, dem Landkreis Hersfeld Rotenburg, dem Skiclub Neuenstein und der Gemeinde Neuenstein, teilt Bürgermeister Walter Glänzer mit und spricht von einem „sehr positiven Ergebnis“.

Nach dem guten Winter in dem zwei Wochen hervorragenden Pistenverhältnissen herrschten, aber auch durch ehrenamtliche Aktivitäten, hat die Firma Wiegand ihre ursprüngliche Absicht, den für sie aufwendigen Liftbetrieb einzustellen, vorerst aufgeschoben. In einem Zweijahrestakt wolle man künftig zusammen die Lage am Eisenberg bewerten, teilte Glänzer mit.

Masterplan in Arbeit

Zudem werde eine „nicht schneeabhängige Nutzung für den Lift“ angestrebt. Gedacht ist dabei eine sogenannte „Downhill“-Strecke für Mountain-Biker. „Im Bereich des Liftes lässt sich so etwas gut etablieren“, erklärt Elmar Henrich, der seit vielen Jahren ein begeisterter Downhill-Fahrer ist. Zur Zeit werde ein Masterplan für den Eisenberg erstellt. Der Eisenberg solle dabei naturnah erhalten werden. Möglichst viele unterschiedlichen Zielgruppen sollen die die Möglichkeit haben, „den Berg auf seine Art und Weise zu erleben“, teilt Bürgermeister Glänzer mit.

Man wolle gerade für Radfahrer eine einzigartige Möglichkeit im Zusammenspiel mit dem Lift schaffen, die auf einem durch den Wintersport vorbelasteten Raum aufbaut, erklärt Glänzer aus. „Legalisieren und kanalisieren ist das, was wir durch diese Maßnahme erreichen wollen“.

In einem ersten Behördengespräch Anfang März wurden alle über das Starterprojekt, das Teil des Masterplans Eisenberg ist, informiert. Vereinbart wurde, dass im März noch eine Besichtigung vor Ort stattfinden soll. Hier stehen zunächst naturschutzrechtliche Fragen im Vordergrund. Aber auch forstrechtliche und baurechtliche Fragen müssen geklärt werden, ebenso Genehmigungsfragen mit den Eigentümern.

Menschen brauchen Ausgleich

„Der Tourismus ist aus meiner Sicht eine Branche, die eine Querschnittsfunktion hat. Menschen, die hier leben und arbeiten, brauchen den Ausgleich und den findet man sicherlich auch in einer Mittelgebirgslandschaft, die neben einer herrlichen Natur auch eine Grundinfrastruktur für jede Zielgruppe aufweist“, sagt Glänzer.

Dabei orientiere man sich auch an dem Hessentags-Motto für Bad Hersfeld „Der Natur auf der Spur“. Weitere Ideen und Unterstützer sind gern gesehen. Jeden ersten Samstag im Monat treffen sich die Freunde des Eisenbergs, um den Masterplan Eisenberg Stück für Stück zu verwirklichen. (red/kai)

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