Das Marktbrunnenfest bildete den bunten Abschluss der Rotkäppchenwoche

Sonntag mit Rotkäppchen

Zauberhaft: Die Mädchen der Trachtengruppe Seigertshausen. Fotos: Haaß

Neukirchen. Das letzte Augustwochenende nutzten zahlreiche Urlauber und Menschen aus der Region für einen Sonntagsausflug zum Marktbrunnenfest in Neukirchen. Zugleich fand in diesem in diesem Jahr in der Knüllstadt die Rotkäppchenwoche ihren Abschluss. Neukirchens Altstadt war erfüllt mit Leben. Gern nutzten die Besucher das Angebot der Geschäftsleute, bummelten durch die geöffneten Läden oder begutachteten die Ware der fliegenden Händler.

Wer genug vom Herumlaufen hatte, fand auf dem Marktplatz im Schatten der Nikolaikirche um den dekorierten Marktbrunnen ein angenehmes Plätzchen. Bei leckerem Kuchen vom Stand der Landfrauen, handgemachten Bonbons, einem Eis oder einer Bratwurst ließ es sich trotz der hochsommerlichen Temperaturen gut aushalten. Auch für Kinder wurde in Neukirchen einiges geboten: Egal ob Märchenerzählung oder Ponyreiten – die jungen Marktbesucher hatten ihren Spaß.

Ab Mittag sorgt Blechquadrat unter der Leitung von Patrick Grein für zwei Stunden für Stimmung und gute Laune. Ihr Repertoire reichte von „Im Glanz der Sterne“ über die „Südböhmische Polka“ bis zum Lied „Summertime“.

Mit ihrem Schwung und dem dynamischen Spiel waren die Originale aus dem Rotkäppchenland sicherlich einer der Höhepunkte des Marktbrunnenfests. Nach der großen Show zog Blechquadrat später in kleiner Besetzung mit Straßenmusik durch die Altstadt.

Ein Hingucker: die Kindertanzgruppe der Schwälmer Trachtengruppe Seigertshausen. Mit ihren traditionellen Tänzen und der Schwälmer Tracht waren die Kinder beliebtes Fotomotiv und heimsten für ihre Darbietungen herzlichen Applaus ein.

Letztes Ade

Das offizielle Rotkäppchen hatte am Sonntag gewissermaßen seinen letzten Arbeitstag. Dorothee Weppler schlüpfte zum Marktbrunnenfest ein letztes Mal in die Rolle der Symbolfigur und erfreute die jüngsten Marktbesucher mit kleinen Geschenken. Nach über sechs Jahren im Dienst des Rotkäppchenlands reicht die Willingshäuserin in Kürze das Zepter an eine Nachfolgerin weiter. „Einerseits bin ich etwas wehmütig, andererseits ist es schön zu wissen, dass sich viele junge Frauen bereits als Nachfolgerinnen angeboten haben“, sagte Dorothee Weppler.

Von Matthias Haass

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