Im Winter sollen Landwirte Schnee schieben

Sparen am Streusalz

Wahlshausen. Im Winter soll in Zukunft auf den Straßen der Großgemeinde Oberaula mehr Schnee geschoben als Salz gestreut werden. Außerdem soll in Seitenstraßen in Wohngegenden auf das Salzstreuen verzichtet werden: Das ist die Idee eines CDU-Antrages, den Thorsten Steinbrecher am Montag inWahlshausen vorstellte.

„Dann fahren die Leute vorsichtiger“, erklärte der Fraktionsvorsitzende, außerdem sei ein solch veränderter Winterdienst ökologischer und preiswerter.

Und: Landwirte könnten auch Schnee räumen. Außerdem würde der Bauhof, der nur über zwei für den Winterdienst ausgerüstete Fahrzeuge verfüge, würde entlastet. SPD-Sprecher Holger Hehr nannte den Antrag einen „gangbaren Weg“, aber zu bedenken seien Aspekte wie Stundenvergütung für die Landwirte und Haftungsfragen.

Für Karsten Schmidt klang die CDU-Idee wie ein Schwarzenborner Streich: „Wenn die Kuh kalbt, kommt der Bauer nicht zum Schneeräumen“, mutmaßte der SPD-Mann.

Landwirte mit Ackerbau wären dazu aber bereit, antwortete Thorsten Steinbrecher, „wir müssen alles ausloten“ – auch weil es ums Geldsparen ginge.

Mehrheitlich bei fünf Enthaltungen votierte das Oberaulaer Parlament dafür, den Antrag vom Gemeindevorstand und Hauptausschuss prüfen zu lassen. (jkö)

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