Greentown Jazzband gastierte am Sonntag in der Hospitalskapelle in Treysa

Spaß am Improvisieren

Improvisationstalent: Die Musiker der Greentown Jazzband aus Slowenien traten in der Hospitalskapelle auf. Die bekannte Formation tourt seit Jahren um den Globus und überzeugt mit ihrer Mischung der Stile. Foto:  Rose

Treysa. Bodo Bucar und seine Musiker haben den Rhythmus in den Fingern, im Körper und wahrhaftig auch im Blut: Die Greentown Jazzband aus Ljubljana, Slowenien, musste am Sonntag in Treysa keine Überzeugungsarbeit leisten.

Seit mehr als 30 Jahren touren die Jazzmusiker um die Welt, gefeiert insbesondere auf Jazzfestivals in Sacramento und San Francisco. Auch das Publikum in der Hospitalskapelle war nach nur wenigen Akkorden begeistert.

Unter der Regie von Bandleader und Klarinettist Bodo Bucar erlebten die Zuhörer eine faszinierende Mischung aus Dixieland, Ragtime, Swing und Blues. Und zwar mit einer Präzision und dennoch Leichtigkeit vorgetragen, dass es manchen Gast nicht mehr auf dem Stuhl hielt.

Pure Freude am Spielen

Kaum ein Zuschauer ertappte sich nicht beim Mitschnippen, Swingen oder Wippen. Zu hören und zu fühlen gab es traditionellen Jazz mit außergewöhnlichen Arrangements, die die Musiker mit traumwandlerischer Sicherheit und ungebrochener Spielfreude interpretierten.

Schnell sprang der Funke auf das Publikum über, das immer wieder applaudierte und euphorisch mitging. Die Hospitalskapelle erwies sich als perfekte Spielstätte: Die Akustik jagte den Zuhörern ein ums andere Mal den Schauer über den Rücken. Jazz-Klassikern hauchte die Band neues Leben ein – „Indiana“ oder dem Musical-Hit „Ain´t she sweet“. Ebenso feinfühlig wie präzise setzten sie einen Blues von Jazz-Legende Duke Ellington in Szene.

Sanfte Blues-Klänge korrespondierten mit kraftvollen Interpretationen und außergewöhnlich gefärbten Soli. Jeder der sechs Musiker brillierte mit Charakter und Charisma und bewies großes Können am Instrument.

Neben englischen und amerikanischen Jazz-Klassikern zeigte die Jazzband eine Wandelbarkeit: Etwa mit „Bei mir bist du schon“, ein deutsches Swingstück von 1938. Trotz ihres großen Repertoires und mehr als 30-jähriger Bühnenerfahrung hat sich die Greentown Jazzband etwas wunderbares bewahrt – den Spaß an der Improvisation.

Von Sandra Rose

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