Drei Theaterabende in Allendorf: Neun Hobbyschauspieler proben für einen Dreiakter

Spaß am Rollentausch

Kohlhammers ungleiche Töchter: So heißt die Komödie, auf die sich die fünf Frauen und vier Männer der Theatergruppe des Gesangvereins Allendorf seit November vorbereiten. Der Vorhang hebt sich Ende Januar im Gasthaus Rockensüß. Foto: Rose

Allendorf/Landsburg. In Allendorf herrscht Männermangel. „Uns fehlen vor allem junge Herren“, sagt Anneliese Schmerer, die seit fast 30 Jahren die Theatergruppe des Allendörfer Gesangvereins lenkt. Von solchen Widrigkeiten lässt sich die Truppe nicht beeindrucken. Ende des Monats steht die fröhliche Schauspielriege auf der Bühne im Gasthaus Rockensüß.

Seit November proben neun Laiendarsteller für den Dreiakter „Kohlhammers ungleiche Töchter“. Not macht auch in Allendorf erfinderisch: „Eine Dame wird kurzerhand in eine Männerrolle schlüpfen“, erklärt Schmerer.

Besucher dürfen sich auch wieder auf eine schwungvolle Komödie freuen. Ein Sketsch, erstmalig in Mundart, läutet die Theaterabende ein. Während sich die Schauspieler auf Texte, Mimik und Gestik konzentrieren, schlägt auch die Stunde von Kulissenbauer und Restaurator Erich Heyde, der mit viel Liebe zum Detail die Rückwände tapeziert und streicht. Rückt die Theatersaison näher, wird manch Allendörfer Haushalt gar geplündert. Mobiliar, Bilder und allerlei Requisiten ziehen in die neue Kulisse ein.

Für Anneliese Schmerer ist jede Probe ein kleines Familientreffen: Mittlerweile hat sie nicht nur Schwiegertochter Beate mit ihrer Begeisterung angesteckt, auch die Enkel sind längst mit von der Partie. Für zwei Damen steht in dieser Saison die theatralische Feuerprobe an. Inge Noll und Jessica Schmerer feiern ihre Premiere. Und noch eine Neuerung gibt es: Zum ersten Mal warten auf die Besucher nummerierte Plätze. (zsr)

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