Kulturverein Obergrenzebach will an den Bau der Wasserleitung erinnern

Speck für die Wasserrohre

Dorfbewohner hoben die Gräben aus: Der Kulturverein Obergrenzebach rückt den Bau der Wasserleitung in den Fokus. Repro: Rose

Obergrenzebach. An den Bau der Wasserleitung in Obergrenzebach 1947 erinnern sich Konrad Geisel und Johannes Mühling noch genau: Beide packten schließlich kräftig mit an. „Von der Quelle zum Wasserhahn“ lautet auch das Motto zum Tag des Wassers im März, den der Kulturverein Obergrenzebach am Sonntag, 19. April, mit einer Wasserwanderung und vielen Aktivitäten rund um das wertvolle Gut feiern will.

Hartmut Ziegler, Lothar Steinbrecher und weitere Helfer planen den informativen Tag, an dem vor allem den Jüngeren erklärt werden soll, woher das Wasser eigentlich kommt. „Wir planen eine Wanderung, einen Gottesdienst, Mitmach-Aktionen für Kinder sowie einen Fahrdienst für Ältere bis zur Quelle“, erklärt Steinbrecher.

In der Obergrenzebacher Chronik finde sich nicht viel zum Bau der Wasserleitung, erläutert Ziegler: „Wenn wir jetzt nicht die fragen, die tatsächlich dabei waren, ist das Wissen darum irgendwann für immer verloren. Pläne existieren wohl auch nicht“

Altes Wissen sammeln

Deshalb soll bis zum Tag des Wassers noch reichlich Informatives gesammelt werden: Dazu hatten Ziegler und Steinbrecher jetzt schon ältere Obergrenzebacher an einen Tisch geladen. Zwölf Damen und Herren plauderten in munterer Runde. Bereits 1946 habe es Pläne für den Bau gegeben und man begann, nach einer Quelle zu suchen.

Die fand sich schließlich im Wald oberhalb der Happelsmühle. Bürgermeister Knauff brachte damals die Idee voran. Jede Familie habe eine Person zum Arbeiten bereit stellen müssen, bestätigten die Obergrenzebacher.Auch habe es im Ort viele Flüchtlinge gegeben, die Hand- und Spanndienste übernahmen.

Für die Menschen im Dorf ist die Wasserleitung eine echte Errungenschaft gewesen - zuvor gab es nur den gemeindeeigenen Brunnen.

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Von Sandra Rose

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