Stellvertretende Stadtbrandinspektoren legten Eid ab – Weiter kein Wehrführer in Kernstadt

Spitze der Wehr komplett

Ehrenbeamte: Stadtverordneten-Vorsteher Willi Berg (von links) und Stadtbrandinspektor Thorsten Hertel führten den 1. stellv. Stadtbrandinspektor Andreas Keßler und den 2. Stellvertreter Peter Urban ins Amt ein. Bürgermeister Klemens Olbrich überreichte die Urkunden. Foto:  Schittelkopp

Neukirchen. Die Führungsspitze der Neukirchener Feuerwehren ist wieder komplett: Am Donnerstag legten der 1. stellvertretende Stadtbrandinspektor Andreas Keßler (46, Rückshausen) sowie der 2. Stellvertreter Peter Urban (33, Riebelsdorf) den Eid ab. Sie sind nun Ehrenbeamten auf Zeit. Die Posten waren ein halbes Jahr lang vakant gewesen.

Stadtbrandinspektor Thorsten Hertel blickte in seinem Bericht vor dem Neukirchener Stadtparlament auf das Jahr 2013 zurück. Am drängendsten sei der Mitgliederrückgang und das Problem, Führungsposten zu besetzten. „Dem müssen wir gegensteuern“, sagte Hertel. Derzeit sind 206 Einsatzkräfte in den neun Neukirchener Abteilungen aktiv, das ist ein Rückgang von sechs Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr.

Unter den Erwachsenen sind 29 Frauen in der Wehr engagiert. Einen höheren Frauenanteil haben die Kinder- und Jugendwehren, die auch steigende Mitgliederzahlen verzeichneten.

Es gebe akute Schwierigkeiten Führungskräfte zu gewinnen, so hat die Truppe in der Kernstadt seit längerem keinen Wehrführer mehr: „Keiner will das Amt übernehmen“, mahnte Hertel.

29 Einsätze absolvierten die Wehren im vergangenen Jahr. Dabei kam die Drehleiter sowie die neue Wärmebildkamera bei dem verheerenden Brand im November 2013 in Immichenhain zum Einsatz. Die Kamera wurde über den Verband Südlicher Knüll gekauft und leistet den Einsatzkräften gute Dienste. Die Wehren aus Hauptschwenda, Christerode und Neukirchen leisten nun Hilfe bei Einsätzen der Feuerwehr Schwarzenborn in der Kaserne und auf dem Standortübungsplatz. Die Frauen und Männer gingen dafür zu Schulungen und die Alarmierungspläne mussten geändert werden, teilte der Stadtbrandinspektor mit.

Die Hälfte der Feuerwehrleute absolvierte mittlerweile eine Schulung im Digitalfunk, bis auf Neukirchen sind die Einsatzwagen aller Ortsteile mit digitalen Funkgeräten ausgestattet.

Von Claudia Schittelkopp

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