Karsten Krämer ist Triathlet und neuer Kommandeur des Jägerbataillons

Ein Sportler an der Spitze

Macht die Truppe in Schwarzenborn fit: Oberstleutnant Karsten Kärmer kommandiert das Jägerbataillon. Der 40-Jährige hat bereits an mehreren Ironman-Wettbewerben teilgenommen. Foto: Grede

Schwarzenborn. Zwei Paar Laufschuhe, mehrere Rucksäcke und am Aktenschrank lehnt ein Mountainbike: Im Kommandeurszimmer in der Knüllkaserne in Schwarzenborn hat sich eindeutig ein Sportler eingerichtet.

Karsten Krämer führt seit einigen Wochen die Schwarzenborner Truppe. Bataillonskommandeur werde man nur einmal, meint er, deshalb werde er die Zeit in Schwarzenborn in vollen Zügen genießen.

Noch befindet sich der Oberstleutnant in der Einarbeitungsphase, erste Trainingsrouten in Schwalm und Knüll hat der 40-Jährige bereits entdeckt: Der neue Kommandeur der Schwarzenborner Truppe ist Triathlet und setzt dabei auf die Langstrecke. Er hat bereits an mehreren Ironman-Wettbewerben teilgenommen.

Die Strecke vom Knüllköpfchen nach Ziegenhain fährt er derzeit allerdings noch mit dem Auto. In der Festungsstadt nutzt der Kommandeur seine Zweitwohnung. Als seinen „strategischen Lebensmittelpunkt“ bezeichnet er das Städtchen Köngislutter am Elm im Osten von Niedersachen im Landkreis Helmstedt. Dort lebt er mit seiner Frau und seinem fünfjährigen Sohn. Das ist für Krämer mehr als ein nach Hause kommen, denn aufgewachsen ist der gebürtige Berliner im benachbarten Braunschweig.

Mit seiner Familie ist er viel herumgekommen. So war Krämer unter anderem Chef des Stabs der Panzergrenadierbrigade 41 in Torgelow. Besonders gern erinnert er sich an die Zeit in den USA am Command and Staff College des Marine Corps in Quantigo (Virginia). Die Atmosphäre im Knüll bezeichnet er als harmonisch. „Schwarzenborn zeichnet aus, dass die Bundeswehr tief in der Region verwurzelt ist.“ Und auch sonst findet der neue Kommandeur die Bedingungen optimal. Immerhin führt er eine Truppe mit eigenem großen Übungsplatz vor der Haustür. Auch die Austattungssituation des Bataillons verbessert sich. Die gepanzerten Transportfahrzeuge Boxer – die neuen Gefechtsfahrzeuge der Infanterie – treffen ein, so der Kommandeur.

Der setzt allerdings nicht nur auf militärisches Großgerät: „Die körperliche Leistungsfähigkeit ist bei den Jägern von besonderer Bedeutung.“ Und so plant der Triathlet bereits einen Crosslaufwettkampf für alle Soldaten im Bataillon. Artikel rechts

Von Sylke Grede

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