Stadtparlament Neukirchen: Kräfteverhältnis bleibt bestehen

Neukirchen. Die beiden großen Parteien CDU und SPD haben im Kneippheilbad am Sonntag je einen Sitz verloren. Doch am Kräfteverhältnis der sechs Fraktionen hat sich überhaupt nichts verändert - falls die Koalitionen wie in der alten Legislatur weitergeführt werden.

Darin arbeiteten CDU, FDP und FWG zusammen (alt und neu 15 Sitze) sowie SPD, UBL und Bündnis 90/Grüne (16 Sitze).

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Je einen Sitz hinzu gewonnen haben die Unabhängige Bürgerliste (UBL, neu: vier Sitze) und die Freie Wähler Gemeinschaft (FWG, neu: drei Sitze). Die UBL vereinigte 14,3 Prozent der Stimmen auf sich (plus 5,1), die FWG erreichte 10,3 Prozent (plus 3,8).

Bündnis 90/Die Grünen büßte zwar 1,2 Prozentpunkte gegenüber 2011 ein, behält jedoch mit 5 Prozent beide Sitze. Leicht zugelegt hat die FDP, plus 0,6 Prozent, insgesamt 10,2 Prozent bedeuten für sie unverändert drei Sitze.

Der scheidende SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Grossmann (71) sagte im Gespräch mit der HNA, dass über den Bestand der Koalition zwar neu zu sprechen ist, er gehe aber nicht davon aus, dass sich etwas ändert. Der Verlust eines SPD-Sitzes falle mithin nicht ins Gewicht.

Besonders wichtig sind laut Grossmann weiterhin der Erhalt des Eigenbetriebs, um die günstigen Versorgungspreise zu erhalten, außerdem die ärztliche Versorgung, die Umwelt- und Energiepolitik und die Stärkung der Feuerwehr. Die Inhalte der Koalition habe der Wähler honoriert, „es wurde akzeptiert, was wir in den vergangenen Jahren getan haben“, so Grossmann.

„Beide großen Parteien haben verloren, das war der Trend auch hessenweit“, kommentierte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Lepper. Dies sei als Protest gegen die Landes- und Bundespolitik zu verstehen - zum Glück habe man in der Stadt keine AfD - „mit kommunalen Themen hatte das eigentlich nichts zu tun“. So sei es zur Wählerwanderung zu den Wählergruppen UBL und FWG gekommen.

Auch Lepper vermutet, dass das Kräfteverhältnis Bestand hat, „es bleibt wohl alles beim Alten“.

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