Stern bringt Segen Gottes: 17 Kinder auf dem Weg zu den Menschen

Dreikönigssingen: In Treysa gingen als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder von Tür zu Tür. Luisa Wolf (14) schrieb den Segen über die Tür des Pfarrhauses. Foto: Rose

Beim 58. Dreikönigssingen waren in Treysa und Gilserberg Kinder als Heilige Drei Könige verkleidet von der Heilig Geist Gemeinde aus unterwegs, um den Segen zu bringen.

Treysa. 17 Kinder und Jugendliche trafen sich am Mittwoch Morgen zur Aussendung in der katholischen Kirche in Treysa. Im Zentrum der Aktion steht in diesem Jahr der Respekt für Kinder - unabhängig von Herkunft und Hautfarbe. „Viel zu oft werden Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Nationalität ausgegrenzt. Doch Gottes guter Segen gilt für alle - ohne Unterschied“, erklärt Pfarrer Michael Brüne.

Schmucke Gewänder

Die Teilnehmer kleideten sich dafür in schmucke Gewänder. Denn ihre Besucherliste ist beachtlich: „Wir gehen und fahren in fast 100 Haushalte in Treysa und Gilserberg“, erklärt Claudia Knieling, die zusammen mit Beate Lippert, Günter Neul und Edith Maier die Aktion vorbereitet und koordiniert. Der Zuspruch sei diesmal besonders groß gewesen: „Wir hätten eine fünfte Gruppe bilden können, gescheitert ist es letztlich an den Accessoires, die müssen demnächst erneuert werden.

Das Basteln und Nähen braucht viel Zeit und viele Hände.“ Denn ausgestattet sind die Gruppen nicht nur mit der entsprechenden königlich anmutenden Kleidung, sondern auch mit Stern, Spendendose, Schiffchen und Kreide. Neben vielen Familien besuchten die Sternsinger in Treysa und Gilserberg zusätzlich Seniorenheime, Rathäuser und evangelische Pfarrhäuser, um den Segen für das neue Jahr zu bringen und Spenden zu sammeln.

In Treysa wird die Aktion seit Mitte der 1980er-Jahre organisiert, mittlerweile ist sie ökumenisch. Auch Kinder evangelischer Konfession nehmen daran teil. Die erste Anlaufstelle der Sternsinger war nach dem Gottesdienst das katholische Pfarrhaus. „Öffne das Haus, öffne das Tor - Sternsinger stehen als Boten davor“, schallte es durch den Raum. Luisa Wolf (14) war es dann, die den Segen mit Kreide über der Tür verewigte. Bereits Wochen vorher hatten sich die Kinder zum Probelauf getroffen und Kostüme ausgesucht.

Von Sandra Rose

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